Region: Dillingen|Wertingen

Polizei warnt vor Whatsapp-Nachricht: Schadprogramm im Anhang versteckt

Die Polizei warnt davor, in Whats-App-Nachrichten auf einen Link zu klicken, der einem nicht vertrauenswürdig erscheint. (Symbolbild)

Über einer WhatsApp-Nachricht, die vermeintlich von ihrem Bruder stammte, hat eine Dillingerin ihr Smartphone mit einer Schadsoftware infiziert. Nun warnt die Polizei, Anhänge von Whats-App-Nachrichten leichtfertig zu öffnen.

Bereits am 6. Februar hatt die Dillingerin eine WhatsApp-Nachricht erhalten, die scheinbar von ihrem Bruder stammte. Darin befand sich ein Verifizierungscode, den sie wieder an ihren Bruder zurückschicken sollte. Sobald sie die Nachricht verschickt hatte, konnte sie ihren Whats-App-Account nicht mehr nutzen.

Außerdem hatte sie laut Polizei mit dem Weiterleiten der Mitteilung einen Trojaner geöffnet, der nun wiederum alle weiteren Kontakte in ihrem Whats-App-Account anschrieb, um den Verifizierungscode weiter zu verbreiten.

"Durch das Öffnen von Anhängen, die entweder per SMS oder Whats-App zugesendet werden, können Täter Trojaner auf den infizierten Smartphones unbemerkt installieren und vertrauliche Daten abgreifen", warnt die Polizei. Dabei würden nicht nur Kontaktdaten, sondern auch gespeicherte Passwörter oder auch Bankverbindungsdaten abgegriffen. Sobald die Anhänge geöffnet werden, installiere sich der Trojaner und verteile sich selbstständig über die hinterlegten Kontaktdaten weiter.

Die Polizei rät daher, niemals auf einen Link zu klicken, der einem nicht vertrauenswürdig erscheint. Täter versuchen oft durch die Vorgabe, es wurde ein Paket versandt oder durch die Anfrage eines vermeintlichen Bekannten, ihre Opfer dazu zu bringen, angefügte Links zu öffnen. "Laden Sie Apps nur bei installierten Diensten wie zum Beispiel Google Play herunter und nicht über zugesandte Apps. Installieren Sie auch auf dem Smartphone ein Antiviren- Programm und aktualisieren Sie dieses regelmäßig. Sollte doch ein auffälliger Link angeklickt worden sein, melden Sie dieses sofort ihrem Mobilfunkanbieter und sperren Sie alle Dienste und informieren Sie ihre Bank", so die Polizei. Weitere Tipps gibt es unter www.polizei-beratung.de. (pm)

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