Region: Dillingen|Wertingen

Erinnerungen eines KZ-Überlebenden: Michael Stacheder liest aus dem Tagebuch von Max Mannheimer

Regisseur und Schauspieler Michael Stacheder.

Im Zuge des Festjahrs "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" liest Regisseur und Schauspieler Michael Stacheder am Montag, 15. November, in der Volkshochschule in Dillingen aus Max Mannheimers „Spätes Tagebuch“. Mannheimer, geboren 1920 im mährischen Neutitschein, hat alles durchlitten, was einem Menschen während der NS-Zeit zustoßen konnte: Demütigung, Vertreibung, Internierung im Ghetto, Tod fast der ganzen Familie in der Gaskammer, Arbeitslager und KZ, Hunger, Krankheit und Misshandlung. Er überlebte.

Bis zu seinem Tod war er unermüdlich tätig, in Vorträgen, Diskussionen und mit Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Dachau die Erinnerung an die Shoa weiterzugeben. 2016 starb mit ihm einer der letzten Zeitzeugen des Holocausts.

Michael Stacheder engagiert sich seit vielen Jahren in der Erinnerungsarbeit und hat sich in seinen Inszenierungen schon mehrmals mit dem Terror des Nationalsozialismus auseinandergesetzt.

Mit dem Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" erinnern Einrichtungen 2021 deutschlandweit an die erste jüdische Gemeinde, die 321 n.Chr. auf deutschem Boden verbrieft wurde.

Beginn ist um 19 Uhr im Colleg Dillingen, Großer Saal. Karten für die Lesung gibt es zum Normalpreis von 10 Euro und für Schüler und Studierende für 8 Euro, erhältlich im Bürgerbüro, telefonisch unter 09071/54197 und 54292 sowie online unter www.ticket-dillingen.de oder an der Abendkasse. (pm)

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