Region: Dillingen|Wertingen

Corona-Mutation im Landkreis Dillingen: Quarantäne wird zum Teil aufgehoben

Die britische Variante des Coronavirus hat sich im Landkreis Dillingen ausgebreitet. Mittlerweile konnten Quarantänebestimmungen zum Teil wieder aufgehoben werden.

Im Landkreis Dillingen war seit dem letzten Januarwochenende vermehrt die britische Mutation des Coronavirus aufgetaucht. Mehrere Wohngebäude mussten deshalb unter Quarantäne gestellt werden. Wie das Landratsamt nun informiert, soll die Quarantäne in den kommenden Tagen aufgehoben werden. Für einige Einzelpersonen wurde sie hingegen verlängert.

Es begann Ende Januar mit drei positiven Corona-Fällen, bei denen sich Hinweise auf die Mutation aus Großbritannien (UK B.1.1.7) ergaben. Die Fälle standen laut Landratsamt in Verbindung mit den Mitarbeitern eines Unternehmens, die Kontakt zu Reiserückkehrern aus der Slowakei und Moldawien hatten. Bereits Anfang Februar hatte sich die Mutation im Landkreis verbreitet. Das Gesundheitsamt bestätigte insgesamt 27 Fälle, für 42 weitere Kontaktpersonen wurde eine Quarantäne verfügt. Mehrere Familien in einem Wohngebäude sowohl als Kontaktpersonen als auch als bestätigte Fälle waren von dem sich ausweitenden Ausbruch betroffen. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern, wurden mehrere Wohngebäude unter Quarantäne gestellt und von einem Sicherheitsdienst bewacht.

Nun entspannt sich die Lage dem Landratsamt zufolge etwas. In den kommenden Tagen sollen die Quarantäneverfügungen für die Mehrzahl der Bewohner in den beiden Wohnhäusern, die von dem Sicherheitsdienst bewacht wurden, aufgehoben werden. Für einzelne Personen liege noch kein eindeutig negatives Testergebnis vor. Bei bestätigter britischer Mutation darf die Quarantäne allerdings erst mit einem eindeutig negativen Ergebnis aufgehoben werden. Von einer Ansteckungsfähigkeit sei derzeit aber bei der Mehrzahl der Fälle, die noch in Quarantäne verbleiben müssen, nicht mehr auszugehen, so das Landratsamt. Bei einzelnen Kontaktpersonen im familiären Umfeld wurde die Quarantäne jedoch verlängert.

Insgesamt, so der aktuelle Stand, wurden in dem Infektionsherd mit den Reiserückkehrern aus Moldawien insgesamt 47 Fälle ermittelt, 40 davon wurden als britische Mutation labordiagnostisch bestätigt.

Bei dem ersten Infektionsherd einer anderen Firma im Landkreis mit Kontakt zu einem Arbeiter aus der Slowakei wurden insgesamt vier Fälle ermittelt und zwei davon als britische Mutante bestätigt. Hier seien die Ermittlungen des Gesundheitsamtes abgeschlossen. Inzwischen sei aber bei einem Subunternehmen einer weiteren Firma im Landkreis mit slowakischen Mitarbeitern eine dritte Häufung von Fällen aufgetreten. Mittels Reihentestungen habe man dabei innerhalb der vergangenen Woche sieben positiv getestete Fälle festgestellt. Davon habe sich bei einer Person, die im Landkreis wohnhaft ist, die Mutation B.1.1.7 bestätigt. Auch für diese Person und deren Kontaktpersonen gelten jetzt die strengeren Quarantäneregeln. (pm)

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