Region: Dillingen|Wertingen

Günzburg, Dillingen und Neu-Ulm: Landkreise wollen Tourismus gemeinsam voranbringen

Die Landräte Thorsten Freudenberger, Neu-Ulm (links), Leo Schrell, Dillingen (Zweiter von rechts) und Hans Reichhart, Günzburg (rechts), nahmen im Rahmen eines Pressegesprächs den Förderbescheid zum Projekt „Die Donau und ihre Lebensadern in Bayerisch-Schwaben: Netzwerke, Infrastruktur und Marketing im Tourismus“ von LEADER-Koordinator Erich Herreiner entgegen.

Landräte der Landkreise Dillingen, Günzburg und Neu-Ulm nehmen LEADER-Förderbescheid entgegen und freuen sich auf Weiterentwicklung der Kooperation im Tourismus.

Die Landkreise Günzburg, Dillingen und Neu-Ulm wollen ihre Zusammenarbeit im Tourismus noch weiter verstärken. Dafür nutzen sie die Förderung aus dem europäischen LEADER-Programm, das die Wirtschaftsentwicklung in ländlichen Regionen unterstützen soll. Landrat Leo Schrell (Dillingen), Landrat Thorsten Freudenberger (Neu-Ulm) und Landrat Hans Reichhart (Günzburg) haben nun dieses Kooperationsprojekt im Landratsamt Dillingen gemeinsam vorgestellt. Dabei überreichte ihnen Erich Herreiner, für die Region zuständiger LEADER-Koordinator im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, den Förderbescheid. "Netzwerkarbeit, touristische Infrastruktur, Marketing und eine zukunftsgerichtete Entwicklung des Tourismus in der Region" würden im Zentrum des Projekts stehen, wie die drei Landräte in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären.

Fortsetzung der bisherigen Kooperation als Erfolgsfaktor

Nach der Umsetzung verschiedener Projekte im Schwäbischen Donautal, wie beispielsweise dem Radweg „DonauTäler“ oder dem Wanderweg „DonAUwald“, soll die Weiterentwicklung der touristischen Kooperation über die Landkreisgrenzen hinweg der nächste Schritt sein. „In Sachen Netzwerkarbeit über LEADER und darüber hinaus bringen wir bereits einiges an Erfahrung mit“, betonte Leo Schrell, Landrat des Landkreises Dillingen sowie Vorsitzender des Vereins Donautal-Aktiv und Mitglied im Verein Dillinger Land. „Dieses Know-how bringen wir auch in dieses neue Projekt gerne ein.“

Gemeinsam stärker wahrgenommen werden

Die Landkreise Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen hätten sich in den vergangenen Jahren touristisch sehr positiv entwickelt und ihr jeweils eigenes Profil gefunden – sei es im Städte-, Kultur-, Natur- und Familientourismus, so die Pressemitteilung. „Doch auch und gerade gemeinsam waren und sind wir stark“, sagte Landrat Thorsten Freudenberger. Gemeinsames Ziel sei es, „die Aktivitäten weiter zu vernetzen, Synergien zu schaffen, noch effizienter zu agieren und dadurch eine erhöhte Wahrnehmung im sich verschärfenden Wettbewerb der touristischen Regionen zu erreichen“.

Konkrete Umsetzungsprojekte im Fokus

Landkreisübergreifend sollen in den nächsten Monaten in einem moderierten Entwicklungsprozess die bisherigen Tourismusaktivitäten der Landkreise – im Einzelnen und im Verbund – bewertet und zentrale, gemeinsame Handlungsfelder definiert werden. „Landkreisspezifische Themen und Potenziale spielen in unserem gemeinsamen Tourismuskonzept nach wie vor eine wichtige Rolle, gemeinsame Maßnahmen sollen allerdings noch weiter optimiert und verstärkt werden“, sagte Günzburgs Landrat Hans Reichhart, zweiter Vorsitzender von Donautal-Aktiv und Vorsitzender von Regionalmarketing Günzburg. „Wir möchten uns im Tourismus in einem größeren Zusammenhang für die Zukunft ausrichten. Im Fokus steht hier eine Verbesserung bestehender Strukturen und die Definition konkreter, qualitätsorientierter Umsetzungsvorschläge.“

Aktuell wird der moderierte Prozess ausgeschrieben, um Anfang nächsten Jahres in die Umsetzung des Projektes gehen zu können. Die Laufzeit des Projektes ist auf zwei Jahre angelegt. Das Gesamt-Projektvolumen umfasst rund 175 000 Euro, bei einem LEADER-Förderanteil von 60 Prozent. Öffentliche und private Leistungsträger, Einheimische und Gäste sollen in allen Phasen in den Prozess miteinbezogen werden.

EU-Programm LEADER fördert die Entwicklung ländlicher Regionen

LEADER fördert innovative Projekte und Aktionen, die zur Entwicklung und Stärkung des ländlichen Raumes beitragen. Dabei stehen Vernetzung, Nachhaltigkeit, Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung an zentraler Stelle. Auch die Förderung gebietsübergreifender Kooperationsprojekte ist möglich, was der Entwicklung des landkreisübergreifenden Tourismuskonzeptes zugutekommt. (pm/red)

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