Region: Dillingen|Wertingen

Hohe Sieben-Tage-Inzidenz in Dillingen: Neue Corona-Regelungen ab Donnerstag

Ab Donnerstag treten im Landkreis Dillingen strengere Corona-Maßnahmen in Kraft. (Symbolbild)

Ab Donnerstag, 15. April, gelten im Landkreis Dillingen wegen Überschreiten der Sieben-Tage-Inzdidenz von 100 neue Regelungen für das öffentliche Leben, den Sport, den Einzelhandel, die Bildungsangebote und die Kultureinrichtungen

Im Landkreis Dillingen gelten ab Donnerstag, 15. April, verschärfte Corona-Regelungen. Grund dafür ist die gestiegene Sieben-Tage-Inzidenz, die am 11., 12. und 13. April an drei aufeinander folgenden Tagen über dem Wert von 100 lag. Entsprechend dem sogenannten Inzidenzschalter und der in der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verankerten „Notbremse“ ergeben sich damit ab Donnerstag strengere Corona-Maßnahmen, wie das Landratsamt mitteilt.

So darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen. Die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl jedoch außer Betracht. Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten jeweils als ein Hausstand, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben. Zulässig ist zudem die wechselseitige, unentgeltliche Betreuung von Kindern unter 14 Jahren, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Haushalten umfasst. Unter Beachtung dieser Kontaktbeschränkungen ist auch kontaktfreier Sport im Freien erlaubt – Mannschaftssport ist allerdings untersagt. Auch für Kinder gibt es hierbei keine Ausnahmen.

Außerdem gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. In diesem Zeitraum ist der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung untersagt, es sei denn, es liegt ein triftiger Grund vor. Ausnahmen bilden zum Beispiel medizinische oder veterinärmedizinische Notfälle oder andere medizinisch unaufschiebbare Behandlungen, die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten beziehungsweise unaufschiebbarer Ausbildungszwecke und die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts. Auch die unaufschiebbare Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger, die Begleitung Sterbender und Handlungen zur Versorgung von Tieren seien von der Ausgangssperre nicht betroffen. Bei ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen gelte die Sperrstunde ebenfalls nicht, so die Pressemitteilung.

Auch im Einzelhandel gelten strengere Maßnahmen. Geöffnet sind insbesondere der Lebensmittelhandel inklusive Direktvermarktung, Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Versicherungsbüros, Pfandleihäuser, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen und Waschsalons, der Verkauf von Presseartikeln, Tierbedarf und Futtermittel sowie der Großhandel. Zudem sind weitere Betriebe entsprechend der Positivliste des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unter https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2021/04/2021_04_12_positi... geöffnet.

In sonstigen Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ist die Abholung vorbestellter Waren mithilfe von „Click und Collect“ unter Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen zulässig. Ferner ist dort die Öffnung für einzelne Kunden nach vorheriger Terminbuchung unter Einhaltung von zusätzlichen Schutz- und Hygienemaßnahmen erlaubt. So darf die Kundenanzahl beim sogenannten „Click und Meet“ nicht höher sein als ein Kunde je 40 Quadratmeter. Zudem müssen die Kontaktdaten erhoben werden und ein negativer POC-Antigentest, Selbsttest oder PCR-Test vorgelegt werden. Beim POC-Antigentest sowie beim Selbsttest darf die Testung jedoch maximal 24 Stunden, beim PCR-Test maximal 48 Stunden vor dem Besuch im Ladengeschäft vorgenommen worden sein.

Neben Theatern, Konzerthäusern, Bühnen und Kinos sind nunmehr Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Objekte der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und vergleichbare Kulturstätten sowie zoologische und botanische Gärten geschlossen.

Angebote der Aus-, Fort- und Weiterbildung sind ebenso wie Angebote der Erwachsenenbildung in Präsenzform untersagt. Auch Instrumental- und Gesangsunterricht ist in Präsenzform nicht zulässig. Weiterhin erlaubt sind jedoch Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von Angehörigen der Feuerwehr des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks unter den einschlägigen Hygieneregeln.

Unabhängig von der Inzidenz bleiben Fahrschulen, Friseure, Betriebe zur Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege im hygienisch oder pflegerisch erforderlichen Umfang sowie Bibliotheken und Archive weiterhin geöffnet. Die Hygienemaßnahmen sind auch dort einzuhalten.

Damit die Sieben-Tage-Inzidenz möglichst schnell sinkt, appelliert Landrat Leo Schrell an alle Landkreisbürger, die „Corona-Regeln“ weiterhin konsequent zu beachten. Nur so könne die erhöhte Ansteckungsgefahr minimiert werde, die mit der aktuell dritten Corona-Welle und der weiteren Verbreitung der Mutanten – insbesondere der britischen Mutation – einhergehe. (pm)

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