Region: Augsburger Land

Protest gegen Corona-Lockdown: Wirtschaftsförderverein Reischenau fordert Wiedereröffnung aller Geschäfte

Unter anderem unterschrieben Bürgermeister Edgar Kalb (von rechts) und Ernst Lutz, der erste Vorsitzende des Vereins, den offenen Brief des Wirtschaftsfördervereins Reischenau.

Die aktuellen Corona-Politik treffe regionale Einzelhändler und kleine Unternehmen besonders hart. Deshalb fordert der Wirtschaftsförderverein Reischenau in einem offenen Brief die Wiedereröffnung aller Geschäfte.

In einem offenen Brief hat sich der Wirtschaftsförderverein Reischenau an die politischen Entscheidungsträger in der Corona-Pandemie gewandt. Hierbei fordern sie die Wiedereröffnung des "Einzelhandels sowie lokaler Betriebe ohne Beschränkung auf ein bestimmtes Sortiment".

Grund seien nicht nachvollziehbare Öffnungsregelungen: „Warum ist Einkaufen im Blumenladen weniger gefährlich als im Schuhgeschäft? Warum darf ein Baumarkt öffnen, aber der Einzelhandel auf dem Land muss geschlossen bleiben?“

Dass Geschäfte ihr Gesamtsortiment verkaufen dürfen, wenn dieses größtenteils aus zulässigen Waren wie Lebensmitteln bestehe, empfindet der Wirtschaftsförderverein als besonders ungerecht. Discounter würden "offensiv für Schreibwaren, Fitness- und Elektronikgeräte werben" und somit das Geschäft kleiner Einzelhändler über den Service „Call & Collect" ausbremsen.

Auch das Angebot „Call & Meet“, welches zum 8. März im Einzelhandel eingeführt wurde, sieht der Verein deshalb kritisch. Kunden könnten nach vorheriger Anmeldung zwar im Geschäft einkaufen, würden sich aber größtenteils dennoch für den Einkauf bei großen Konzernen ohne Voranmeldung entscheiden.

Dabei sei "der Einkauf im Dorfladen keineswegs gefährlicher als der in einem überfüllten Supermarkt", betont der Wirtschaftsförderverein. Hierbei sei auf das Hygienekonzept des regionalen Gewerbes aus dem Vorjahr zu verweisen, bevor die Geschäfte erneut geschlossen wurden.

Laut Wirtschaftsförderverein schade die derzeitigen Corona-Politik der regionalen Wirtschaft und bringe vor allem kleine Unternehmer in eine finanzielle Notlage. Deshalb fordert der Verein die Wiedereröffnung aller Geschäfte – unter Einhaltung eines Hygienekonzepts. (pm/lis)

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