Region: Augsburger Land

Hospital Dinkelscherben: Keine Zeit zum Ausruhen

Das Hospital in Dinkelscherben mit dem neu renovierten Flügel A.

Die Projektplanung für das Dinkelscherbener Hospital sieht für dieses Jahr unter anderem die Sanierung von „Flügel C“ vor.

Am 30. Juni 2019 hätte das Hospital Dinkelscherben laut Beschluss des damaligen Verwaltungsrates schließen sollen. Was folgte war ein Zusammenrücken der Dinkelscherbener Bevölkerung und ein großer Widerstand gegen die Schließungspläne. Damals wurde im Zuge dieses Aufbegehrens auch der Förderverein Bündnis Hospital Dinkelscherben-Zusmarshausen e.V., unter Vorsitz von Josef Guggemos, gegründet. Gemeinsam mit den neuen Stiftungsvorsitzenden Edgar Kalb und Bernhard Uhl sowie den Heimleitern aus beiden Orten wurde in den folgenden Jahren einiges vorangebracht.

So packten die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereines zu tausenden Arbeitsstunden in den Spitalgärten und dem renovierungsbedürftigen „Flügel A“ in Dinkelscherben mit an. Auch örtliche Handwerker und Gewerbetreibende beteiligten sich, teils unentgeltlich, an den Arbeiten. Der Erfolg trug Früchte und am 3. Oktober 2020 konnten 24 barrierefreie Räume im komplett sanierten Hospitalflügel eingeweiht werden. Unter Koordination durch Vereinsmitglied Eva Bunz und dank des Einsatzes der Bayerischen Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Carolina Trautner (CSU) und des Landtagsabgeordneten und Parlamentarischen Geschäftsführers Dr. Fabian Mehring (FW) konnte die Hopitalstiftung mit einer Unterstützung in Höhe von 1,44 Millionen Euro rechnen.

Doch Zeit zum Ausruhen wird es für die Dinkelscherbener kaum geben. Eine Vor-Ort-Inspektion mit Stiftungsvorstand, Einrichtungsleitung, Hausmeister, Fördervereinsmitgliedern, Architekt und Statiker machte deutlich, dass es auch in diesem Jahr wieder viel zu tun gäbe. Der größte „Brocken“ wird voraussichtlich die Sanierung von „Flügel C“ des Dinkelscherbener Hospitals sein. „Nach dem Ausräumen wurden erste Wände geöffnet um genau zu verstehen, was drunter sei und wie die neue Technik eingebaut werden kann“, erklärt Vorstand Edgar Kalb. Hierbei war das „Entrümpelungskommando“ des Fördervereins bereits im Einsatz und entfernte Einbauschränke, Türblätter und Wandbretter. In diesem Flügel des Hospitals befinden sich 14 Zimmer auf zwei Etagen. Eine zusätzliche Belichtung der Flure und ein direkter Zugang zum Innenhof sollen durch eine Wiederkehr realisiert werden.

Parkplatz und Gartenmauer

Ebenso steht die Erweiterung des Parkplatzes im Innenhof an. Dafür müsse zunächst ein alter 10 000 Liter Öltank entsorgt werden, um dann anschließend den Platz im Westen der Anlage neu zu gestalten. Auch hier möchten sich die Mitglieder des Fördervereins mit einbringen. Aktiv ist bereits dessen „Gartenteam“ im Innenhof am Eingangsbereich. Hier werden die kleinen Gärten links und rechts schöner gemacht. Eine Neugestaltung soll auch der Gartenmauer und dem Hang im Osten entlang der Burggasse widerfahren. Die Mauer neigt sich merklich und der Hang ist in Bewegung. Vermessungen und Bodengutachten werden beauftragt, um die nötigen Maßnahmen ableiten zu können. Und als ob dies nicht schon genug wäre, scheint auch die Straßenwand im Norden in Bewegung zu sein. „Die Gitter über dem Lichtgraben zeigen Verwerfungen“, meint Vorstand Kalb. Hier würden nun Marken angebracht um zu erkennen, ob es alte Schäden seien oder ob aktueller Handlungsbedarf besteht.

Personal gesucht

Die Seniorenheime suchen übrigens laufend nach Personal im Pflegebereich und bilden hier auch aus. Ebenso übernimmt der Förderverein im Ehrenamt seit Beginn der Pandemie den Besuchereinlass in den Heimen in Zusmarshausen und Dinkelscherben sowie zeitweise den Telefondienst. Bürger, die sich engagieren und einbringen wollen, sind immer willkommen.

Zum Jahreswechsel haben sowohl die Hospitalstiftung, mit beiden Einrichtungen in Dinkelscherben und Zusmarshausen, als auch der Förderverein je eine neue Webseite bekommen. Diese sind unter der Internetadresse www.hsdz.de zu erreichen. (mick)

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