Region: Donauwörth|Nördlingen

Zu laute Musik: 20-Jähriger bedroht 72-Jährigen in Donauwörth mit Messer

Ein 20-Jähriger aus dem Raum Augsburg hat am Donnerstag einen 72-Jährigen in Donauwörth bedroht. (Symbolbild)

Einen schnellen Fahndungserfolg konnten Beamte der Donauwörther Polizeiinspektion am Donnerstagabend verzeichnen. Vorausgegangen sei dem eine "heftige Attacke" gegen einen 72-Jährigen durch einen jungen Mann aus dem Raum Augsburg.

Der 72-Jährige hatte laut Polizei gegen 19:45 Uhr auf dem Lehrerparkplatz der Sebastian-Franck-Schule in der Perchtoldsdorfer Straße eine Gruppe junger Leute in einem schwarzen Renault angesprochen, die extrem laute Musik gehört hätten, und diese gebeten, die Musik etwas leiser zu drehen. Bereits zuvor waren Beschwerden von Anwohnern bei der Polizei eingegangen.

Der Fahrer des Wagens stieg daraufhin aus und ging den polizeilichen Ermittlungen zufolge forsch auf den 72-Jährigen zu. Er soll dann ein Messer mit einer Klingenlänge von rund 14 Zentimetern aus der Tasche gezogen und dieses vor den Bauch des Donauwörthers gehalten haben. Dazu habe er diesem lautstark gedroht, dass er ihn erstechen werde. Außerdem habe er den Rentner "massiv und ehrverletzend aufgrund dessen Eigenschaft als Deutscher" beleidigt, schreibt die Polizei. Anschließend fuhr der junge Mann mit dem Auto davon.

Im Zuge einer Sofortfahndung mit mehreren Streifenwägen im gesamten Stadtgebiet konnte der Renault um 20.30 Uhr im Bereich der Schwemmerstraße festgestellt werden. Nach kurzer Verfolgung wurde der Wagen schließlich in der Sallingerstraße von mehreren Streifen angehalten und in der Folge kontrolliert.

Der Fahrer – ein 20-jähriger italienischer Staatsbürger aus dem Raum Augsburg – wurde vorläufig festgenommen und ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Bedrohung und Beleidigung eingeleitet. Die Beamten stellten im Auto das Messer als Beweismittel sowie ein Brecheisen, Handschuhe und Klebeband sicher. Deren strafrechtliche Relevanz werde momentan überprüft.

Da das mutmaßlich verwendete Einhandmesser unter das Waffengesetz fällt, sei diesbezüglich eine weitere Anzeige gegen den 20-Jährigen erfolgt. Weil der verwendete Renault zudem mit insgesamt sieben Personen aus verschiedensten Hausständen voll besetzt war, haben die Beamten gegen alle sieben Insassen – neben dem Tatverdächtigen noch eine 14- und eine 15-jährige Donauwörtherin sowie eine 15-jährige Kaisheimerin, ein 18-jähriger Meitinger und zwei 18-jährige Donauwörther – ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. (pm)

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