Region: Donauwörth|Nördlingen

Energiewende im Landkreis Donau-Ries

Die Möglichkeit, das Solarenergiepotential der eigenen Dachfläche zu berechnen, wird jetzt vom Landkreis Donau-Ries und der Stadt Donauwörth angeboten.

Das Solarpotentialkataster von Landkreis Donau-Ries und Stadt Donauwörth bekommt Zuspruch von den Grünen.

"Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", so die Kreisvorsitzenden der Grünen, Katharina Weickhmann und Stefan Bieber. "Wenn eine langjährige Grüne Idee realisiert wird, freut uns das. Aber wir müssen weiter an einer erfolgreichen Energiewende arbeiten." Der Solar-Dienst weise noch Verbesserungspotential auf. So sei nicht erkennbar, ob auch an Haus- oder Lärmschutzwänden Solaranlagen rentabel sind sowie auf welchen Gebäuden wegen Denkmal- oder Ensembleschutz keine Anlagen installiert werden dürfen. Die Grünen prangern die pauschalen Denkmalschutzvorschriften jedoch an und setzen sich im Landtag für ein neues Miteinander von Denkmal und Solarenergie ein.

Mehr Information und Beratung gefordert

Darüber hinaus vermissen die Kreisvorstände ein nachhaltiges und konsequent umgesetztes Energiekonzept im Landkreis. Die 2010 eingesetzte „Energie-Allianz“ erreichte die bis 2020 gesetzten Ziele nicht. Daher fordern die Grünen für den Landkreis mehr Information der Bevölkerung des Landkreises über die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die sich im Donau-Ries mit erneuerbaren Energien ergeben. Auch Energieberatung müsse öfter und an weiteren Orten stattfinden. Die Grünen bringen auch die Etablierung einer lokalen Energieagentur ins Spiel.

Lokale Banken fordern sie auf Kredite, Anlagemöglichkeiten und Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger*innen an regenerativen Energieerzeugungsanlagen aktiver zu vermarkten, wie in Nachbarlandkreisen. Der Kreistag solle endlich eine Initiative für den Ausbau der Windkraft starten. Wichtig seien außerdem virtuelle Kraftwerke zur gemeinsamen Vermarktung von Strom aus verschiedenen dezentralen erneuerbaren Energieanlagen oder Energiegenossenschaften. Neben der Strom- und Wärmegewinnung dürfen auch Themen, wie umweltfreundliches Bauen mit regionalen Werkstoffen nicht außer Acht gelassen werden. (staz)

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