Region: Augsburger Land

Corona-Irrsinn: Privater Landschaftspark geschlossen-Parkanlagen der Bayerischen Schlösserverwaltung offen

LeserReporter Anita Dieminger aus Ellgau

Anscheinend gibt es éine neue intelligente Virusmutation, die sich auf privaten Parkanlagen anders auswirkt, als auf staatlichen Parkanlagen. So oder so ähnlich könnte ich mir inzwischen die Antwort auf einer Bundespressekonferenz vorstellen, denn mit Logik und gesundem Menschenverstand hat das Alles nichts mehr zu tun. 

Seit dem 8. März durften in Bayern die privaten Landschaftsparks wieder öffnen. Gott sei Dank-hatte ich mir gedacht. Aufgrund alarmierender Zunahmen von Depressionen in allen Altersklassen, gibt es doch nichts Besseres, als die Seele in einem wunderschönen Landschaftspark mit alten Bäumen wieder baumeln zu lassen. So fuhr auch ich letzte Woche in den Langschaftspark nach Dennenlohe, nachdem ich mich vorher telefonisch " brav" angemeldet hatte. Als ich den Park betrat, hatte ich das Gefühl endlich wieder einmal richtig durchatmen zu können. Die Vögel zwitscherten, die ersten Krokusse und Osterglocken spitzelten hervor und die Helleborus blühten in den schönsten Farben. Auf meinem Spaziergang durch den 26 ha grossen Park begegnete ich genau 3 weiteren Besuchern. Man grüßte sich höflich, hält verantwortungsvoll Abstand und geht dann wieder seiner Wege. Zwischendurch ruhte ich mich auf einer der vielen Sitzgelegenheiten aus und lies mir die Sonne "auf den Bauch scheinen". Nach einem wunderbaren Nachmittag im Park fühlte ich mich grossartig! Man könnte es mit dem Aufladen von leeren Akkus vergleichen. Jetzt, nur knapp eine Woche später muss der Park wieder schliessen. Der Inzidenzwert hat an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert 100 überschritten. Jetzt muss ich meine Akkuladung gut einteilen.

In vielen Studien und auf zig Gesundheitsseiten wird man auf den positiven Effekt von Spaziergängen an der frischen Luft hingewiesen. Eine Studie weist sogar auf die unterschiedlichen positiven Effekte von Spaziergängen in der Stadt zu Spaziergängen auf dem Land hin. Die Landluft hat dort die Nase vorn. "Die Auswirkungen auf das Immunsystem lassen sich besonders bei der gestärkten Immunabwehr sehen. Schädliche Zellen werden besser beseitigt und die Lymphozyten des menschlichen Körpers werden aktiver. All dies trägt zu einer niedrigeren Anfälligkeit für Infektionskrankheiten bei." Desweiteren gibt es zahlreiche Studien in Bezug auf Depressionen und Spaziergängen an der frischen Luft. Auch hier wird auf die spürbaren und messbaren Effekte von Waldspaziergängen und Frischlufttanken für die Betroffenen hingewiesen.

Und jetzt noch einmal: Ab Montag, den 29.03.2021 muss der Park wieder schliessen. Ich frage mich: Warum? Nachdem unsere Regierung doch in letzter Zeit sehr um unsere Gesundheit besorgt ist, wäre doch auch die logische Konsequenz, dass gerade solche Erholungsorte im besonderen Masse gefördert werden müssten, da sie einen wissenschaftlich nachweisbaren gesundheitsfördernden Effekt auf unser Immunsystem und unsere Psyche aufweisen. Der Park ist 26 ha gross (zum Vergleich:ein grosses Fussballfeld ist ungefähr einen Hektar groß), die Wege sind breit, Hygienekonzepte vorhanden und die Menschen sind verantwortungsbewußt.

Jetzt kommt der Hammer. Sämtliche Parkanlagen der Bayerischen Schlösserverwaltung sind und bleiben geöffnet. Ich finde es gut, dass diese geöffnet haben, aber wo liegt der Unterschied zu privaten Parkanlagen? Gibt es dort etwa eine intelligente Mutation, die sich besonders im Privaten wohlfühlt? Wahrscheinlich braucht auch sie ab und zu eine kleine Auszeit um sich von dem ganzen Coronastress zu erholen!

Wer gegen diesen Irrsinn protestieren will, kann sich an einer Petition an den Bayerischen Landtag zur Öffnung von privaten Parkanlagen/Gärten beteiligen:
https://www.openpetition.de/petition/online/bayerische-gaerten-und-parks-sofort-oeffnen
 

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