Region: Aichach|Friedberg

Endlich: Sozialstation Hochzoll und Friedberg in neuen Räumen

LeserReporter Dagmar Weindl aus Friedberg

Geschäftsführerin Gudrun Jansen (zweite von links) freut sich mit Mitarbeitenden aus der Pflege und der Verwaltung über den Umzug in die neuen Räumlichkeiten der Sozialstation in Friedberg-West

Die Sozialstation Hochzoll und Friedberg hat ihre neue Geschäftsstelle bezogen und damit endlich einen seit mehreren Jahren bestehenden Plan verwirklicht. Schon lange mangelte es sowohl in Friedberg als auch in Hochzoll an Platz, zudem waren die Räume in der Hochzoller Watzmannstraße im zweiten Stock nicht behindertengerecht und Besucher konnten kaum einen Parkplatz finden. Die Suche nach einem neuen Zuhause für die „Sozialstation Augsburg Hochzoll Friedberg und Umgebung Ökumenische Ambulante Pflege gGmbH“, wie die Einrichtung offiziell heißt, gestaltete sich schwierig und langwierig.

Idealer Standort

Die richtige Lösung bot sich Anfang 2020 mit dem Verkaufsangebot der ehemaligen Sparkassen-Filiale in der Augsburger Straße in Friedberg-West. Ende des Jahres konnte die Bürgerstiftung Sozialstation Friedberg, einer der Gesellschafter der Einrichtung, das Gebäude schließlich erwerben. Es eignet sich ideal als Schaltzentrale für die Sozialstation, die seit der Fusion 2013 für Hochzoll und Friedberg zuständig ist. „Es liegt in der Augsburger Straße, auf Friedberger Flur und gehört zur Hochzoller Pfarrei Heilig Geist – so meistern wir einen echten Spagat“, erklärt Geschäftsführerin Gudrun Jansen. Sie selbst hat die Raumkonzeption und Planung für den Umbau der ehemaligen Sparkassenräume erstellt und mithilfe von zwei Friedberger Handwerksunternehmen auch überaus zügig und erfolgreich umgesetzt. Die Renovierungsarbeiten hatten im September begonnen, nachdem Fußböden ausgetauscht und Wände neu gestrichen worden waren, konnte die Verwaltung ihre Arbeit in den neuen Räumen bereits Anfang Dezember aufnehmen.

Geräumig und barrierefrei

Mit 300 Quadratmeter Nutzfläche ist im Erdgeschoss nun endlich ausreichend Platz für die Mitarbeitenden, aber auch für Beratungsgespräche mit Patienten und Angehörigen. Rund 40.000 Euro hat die Sozialstation bislang in die Renovierung und Inneneinrichtung investiert. Geschäftsführerin Gudrun Jansen freut sich deshalb sehr über diverse Spenden, unter anderem hat die Sparkasse Schreibtische gespendet. Im Frühjahr werden nochmals Kosten auf die Gesellschaft zukommen, wenn die Außengestaltung des Gebäudes auf dem Plan steht. Auch der Eingangsbereich, in dem bis vor Kurzem noch ein Geldautomat platziert war, soll noch verändert werden. Hier will die Geschäftsführerin einen Raum für Begegnung schaffen.

Der ehemalige Tresorraum dient jetzt als Medikamentenraum

Interessante Spuren des Geldinstituts finden sich auch noch im Untergeschoss der jetzigen Sozialstation, die weitere 300 Quadratmeter Fläche für Personalräume, Umkleiden, Duschen, WCs und Pflegeartikellager bietet. Die ehemalige Silberkammer dient nun als Archiv und aus dem Tresorraum ist der Medikamentenraum geworden, „wahrscheinlich der am besten geschützte einer Sozialstation“, ist Gudrun Jansen überzeugt.

Tagespflege in Friedberg bleibt bestehen

Mit dem Einzug der ambulanten Pflege aus Friedberg und Hochzoll kurz vor Weihnachten ist es gelungen, dass die Fusion dieser beiden Bereiche nun tatsächlich auch praktisch vollzogen wurde. Am neuen Standort ist jetzt alles gebündelt, das spart viel Zeit und Energie. „Wir arbeiten jetzt noch viel schneller, einfacher und flexibler“, erklärt Gudrun Jansen. Von der räumlichen Nähe profitieren die Pflegedienstleitungen, aber auch die Mitarbeitenden sehen schon nach kurzer Zeit erhebliche Vorteile und freuen sich über den verbesserten Austausch. Die neue Schaltzentrale der Sozialstation auf dem Schnittpunkt ihres Wirkungskreises ist ein Glücksfall für die Institution. Daneben bleiben die Tagespflege und das Beratungsbüro in der Hermann-Löns-Straße in Friedberg weiterhin als wichtige Anlaufstelle erhalten. 

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