Region: Aichach|Friedberg

Fachkräftemangel: Kliniken an der Paar rekrutieren Pflegekräfte aus Tunesien

Begrüßung in Friedberg: Foued Rafraf und Ameni Harrabi (vorne) wurden von Siegfried Knoppik von der Vermittlungsagentur (von links), Personalleitung Stefanie Sperner und Pflegedirektorin Ulrike Gastl in Empfang genommen.

Mit insgesamt sieben Pflegekräften aus Tunesien wollen die Kliniken an der Paar dem Fachkräftemangel entgegen wirken. Zwei von ihnen wurden nun im Friedberger Krankenhaus begrüßt.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzusteuern, setzen die Kliniken an der Paar unter anderem auf Pflegekräfte aus dem Ausland. Zwei qualifizierte Pflegekräfte aus Tunesien sind am Dienstag bereits in Friedberg angekommen. Insgesamt sollen sieben Kräfte für die Kliniken in Friedberg und Aichach rekrutiert werden.

Vor dem Start müssten die ausländischen Pflegekräfte ein sogenanntes Anerkennungsverfahren beantragen, berichten die Kliniken an der Paar. Dabei werde die Gleichwertigkeit der ausländischen mit der deutschen Berufsqualifikation geprüft. Es sollen die Dauer und der Inhalt der Ausbildung, die Berufserfahrung und auch die Sprachkenntnisse überprüft und mögliche Defizite durch Anerkennungsmaßnahmen ausgeglichen werden. Solange dieses Anerkennungsverfahren läuft, seien die ausländischen Kräfte als Pflegehelfer in den Kliniken an der Paar beschäftigt.

Wie die Kliniken weiter erklären, seien die Unterschiede zwischen der deutschen und der tunesischen Ausbildung nicht groß. Der ausschlaggebende Punkt sei das Pflegeverständnis. In Tunesien würden die Pflegekräfte verstärkt im medizinischen Bereich geschult und könnten mit einer ärztlichen Assistenz verglichen werden. Die klassische Pflege am Bett, wie Körperpflege oder Nahrung reichen, die in Deutschland einen großen Teil des Pflegeberufs einnimmt, werde in Tunesien oft von Angehörigen der Patienten übernommen.

Stefanie Sperner, Personalleitung der Kliniken an der Paar, ist froh über das zusätzliche Personal: „Wir freuen uns sehr über die Anreise der tunesischen Fachkräfte, auf die gemeinsame Zusammenarbeit und die Unterstützung unserer Teams auf den Stationen.“ (pm)

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