Region: Aichach|Friedberg

Gift in der Friedberger Ach: Landratsamt warnt vor Fischverzehr

Das Veterinäramt des Landkreises Aichach-Friedberg warnt vor dem Verzehr von Fischen aus der Friedberger Ach und dem Verlorenen Bach.

Fische aus der Friedberger Ach und dem Verlorenen Bach sollen wegen PFC-Belastung nicht mehr gegessen werden.

In Zusammenarbeit mit der Fischereifachberatung hatte das Veterinäramt des Landkreises Aichach-Friedberg Anfang Juli von insgesamt 21 Fischen aus dem Verlorenen Bach und der Friedberger Ach Proben genommen. Auf Höhe der Autobahn A8 und bei Kissing wurden Aiteln und Bachforellen aus den Gewässern entnommen.

Der endgültige Befund des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit liege dem Amt zwar noch nicht vor, jedoch würden sich die Hinweise verdichten, "dass die von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit 2018 für eine langfristig als unbedenklich angesehene Aufnahmemenge für PFOS bereits bei niedrigen Verzehrmengen ausgeschöpft wird." Nach den vorläufigen Untersuchungsergebnissen, deren Ergebnisse noch durch eine zweite unabhängige Untersuchung bestätigt werden müssten, rät das Veterinäramt vorerst vom Verzehr von Fischen aus dem Verlorenen Bach und der Friedberger Ach ab.

Obwohl sich die vorläufigen Untersuchungsergebnisse zwar auf Aiteln und Bachforellen beziehen, müsse man auch bei anderen Fischarten aus den betroffenen Gewässern von einer ähnlichen Belastung ausgehen. Insbesondere auch weil die Untersuchungsergebnisse von Aiteln und Bachforellen jeweils bezogen auf eine Probenahmestelle sehr ähnlich waren. Laut Mitteilung des Landratsamts Aichach-Friedberg müsse davon ausgegangen werden, dass sich der Gehalt an Perfluoroctansulfonsäure, kurz PFOS, von Fischen relativ schnell an die Gegebenheiten im Wasser anpasse, da Bachforellen im Gegensatz zu Aiteln ins Gewässer eingesetzt werden.

Regelmäßiger Verzehr bedenklich

Durch den einmaligen Verzehr von belasteten Fischen bestehe laut Veterinäramt keine akute Gesundheitsgefahr, allerdings sollten belastete Fische nicht über einen längeren Zeitraum regelmäßig gegessen werden. Die endgültigen Ergebnisse dieser Untersuchung stehen zwar noch aus, werden allerdings vom Landratsamt veröffentlicht, sobald diese vorliegen. (pm)

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