Region: Augsburger Land

Schlangen am Gablinger Impfzentrum – Landratsamt sieht kein grundsätzliches Problem

Am Gablinger Impfzentrum bildete sich am Mittwoch eine längere Schlange.

Eigentlich sollten durch eine genaue Terminvergabe längere Wartezeiten an den Impfzentren vermieden werden – schließlich könnten lange Schlangen ein Infektionsrisiko bedeuten. Dass das zumindest am Impfzentrum des Landkreises Augsburg in Gablingen nicht immer funktioniert, zeigt eine Aufnahme, die ein Leser unserer Redaktion jetzt zukommen ließ. Das Landratsamt sieht das Impfzentrum allerdings nicht in der Schuld.

Trotz aller Planungen sammelten sich am Dienstagnachmittag die Impfwilligen vor dem Gebäude in Gablingen, das von dem Dienstleister "Ecolog" betrieben wird. "Gut 400 Meter" sei die Schlange lang, meinte der Senior. Seine Frau sollte an diesem Tag geimpft werden. Um 15.15 Uhr hätte sie ihren Termin gehabt, und sei im Vorfeld darauf hingewiesen worden, bitte nicht zu früh zu kommen. Doch nun stehe sie, eine halbe Stunde nach dem vereinbarten Zeitpunkt, noch immer in der Schlange, erzählte der Senior. Eine erfolgreich geimpfte Patientin hätte ihm erzählt, dass sie über eine Stunde vor dem Impfzentrum gewartet hätte.

Bei der Terminvergabe laufe aber "nicht grundlegend etwas falsch", teilte das Landratsamt auf Nachfrage mit. Das Impfzentrum sei mit der aktuellen Anzahl an Impfungen auch nicht überfordert. Stattdessen habe der "Rückstau" vor dem Impfzentrum vor allem zwei Gründe: "Wir beobachten seit Beginn des Impfbetriebs, dass viele Menschen mit großem zeitlichen Vorlauf vor ihren jeweiligen Terminen am Impfzentrum eintreffen", so ein Sprecher des Landratsamts. Man habe die Bürger inzwischen bereits auf verschiedenen Wegen darum gebeten, nicht früher als 15 Minuten vor dem Termin zu erscheinen, um Menschenreihen oder Verkehrsstaus zu vermeiden.

Zudem könne es bei den Impfungen wie bei jedem Arztbesuch vorkommen, dass Aufklärungsgespräche oder Patientenanamnesen in einigen Fällen länger dauerten als geplant, etwa wenn die Patienten umfangreiche Fragen hätten oder spezielle medizinische Hintergründe besprochen werden müssten. "Hier gebietet es aus nachvollziehbaren Gründen die professionelle Sorgfalt, dass sich das medizinische Personal ausreichend Zeit für alle Fragen nimmt", so der Sprecher.

Man bitte um das Verständnis aller, die trotz der Terminplanung von Wartezeiten am Impfzentrum betroffen gewesen seien. Dies könne "wie überall, woran ein allgemein großes Interesse besteht" auch bei den Impfungen vorkommen. Man wolle aber erneut darauf hinweisen, dass es "völlig ausreicht, rund 15 Minuten vor dem vereinbarten Impftermin vor Ort anzukommen." (lat)

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