Region: Augsburger Land

Schulgebäude für 73 Millionen Euro: Neubau des Paul-Klee-Gymnasiums beginnt

In seinem Grußwort stellte Landrat Martin Sailer die Bedeutung des Neubaus für den gesamten Landkreis in den Vordergrund.

In Gersthofen fand nun der feierliche Spatenstich für den Neubau des Paul-Klee-Gymnasiums statt. Damit sei der offizielle Startschuss für "die größte Baumaßnahme in der Geschichte des Landkreises Augsburg" gefallen, wie das Landratsamt mitteilt. In den kommenden rund zweieinhalb Jahren soll an der Schubertstraße auf gut 8800 Quadratmetern Hauptnutzfläche ein hochmodernes, dreigliedriges und dreistöckiges Schulgebäude entstehen, das im Frühjahr 2024 in Betrieb genommen werden soll.

Zur Ausstattung des Baus sollen unter anderem eine Dreifachsporthalle sowie eine Tiefgarage mit 100 Stellplätzen gehören. Das spätere Gebäude soll 47 Klassenräume und zehn offene Lernlandschaften beheimaten, in denen täglich bis zu 1350 Schüler unterrichtet werden können. Die Gesamtbaukosten belaufen sich insgesamt auf knapp 73 Millionen Euro, rund 40 Prozent der Kosten, also circa 29 Millionen Euro, werden durch Fördergelder des Freistaats Bayern finanziert.

Im Zuge des Spatenstichs auf dem Gelände des künftigen Neubaus, an dem neben Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle, Kreisbaumeister Frank Schwindling und Schulleiter Christian Engel auch die verantwortlichen Architekten teilnahmen, sprach Landrat Martin Sailer von einem starken Bekenntnis des Landkreises zum Thema Bildung: „Indem wir unsere Bildungslandschaft um einen weiteren, hochmodernen Standort erweitern, investieren wir nicht nur in unsere Jugend, sondern letztlich auch in die Zukunft unseres Landkreises und der gesamten Bevölkerung.“

Auch hinsichtlich der Bauweise soll das neue Schulhaus den modernsten energetischen Vorgaben entsprechen. Geplant ist, den Neubau in einer Holz-Beton-Hybridbauweise zu realisieren. Die Konstruktion mit der Verwendung von vielen Holzbauteilen sowie die Überwachung aller Baustoffe mit dem Ziel einer Vermeidung von Schadstoffen im Schulgebäude sollen dazu beitragen, dass "bei dem Projekt baubiologische Aspekte besondere Berücksichtigung finden und klimaschädliches Kohlenstoffdioxid eingespart wird", so das Landratsamt. "Die Gebäudehülle mit dreifach verglaster Wärmeschutzverglasung wird nahezu Passivhausstandard erreichen und aufgrund der Energieeffizienz mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien eine Bundesförderung für effiziente Gebäude – Nichtwohngebäude erhalten." Für eine gute Belüftung und Raumluftqualität der Klassenzimmer sollen in die Fassade integrierte Einzellüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung sorgen. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Grundwasserwärmepumpe. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen. (pm)

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