Region: Augsburger Land

„Wissen macht määh!“: Ballonmuseum Gersthofen entwickelt Videoformat für Kinder

Ida Lutzenberger begeistert interessierte Kinder mithilfe der Graf Schaf Handpuppe für das Ballonmuseum in Gersthofen.

Während des ersten Lockdowns hat das Team des Ballonmuseums Gersthofen ein Videoformat für Kinder entwickelt: In den acht Folgen der Miniserie „Wissen macht määh!“ führt Ida Lutzenberger mithilfe der Graf Schaf Handpuppe unterhaltsam durch das Museum. Inzwischen wurden die Videoclips mehr als 50 000 Mal aufgerufen.

Im Mai vergangenen Jahres startete das Ballonmuseum Gersthofen ein neues digitales Projekt. In einem knappen Jahr wurden zusammen mit Corneliusfilms acht Folgen der Serie „Wissen macht määh!“ für Kinder produziert. Nun hat dieses neue Streaming-Angebot die Marke von 50 000 Videoaufrufen überschritten, wie das Team des Ballonmuseums in einem Pressebericht mitteilt.

Den Impuls für das innovative Format lieferte der erste Lockdown in der Corona-Pandemie. Das Museum war für den Besucherverkehr geschlossen und die Idee war geboren, die beliebten Kinderführungen mit der Handpuppe Graf Schaf als frei zugängliche Clips im Internet anzubieten. Auch Experimente im museumseigenen Labor wurden in den Videos gezeigt.

So entstanden insgesamt acht Folgen, in denen Graf Schaf und Ida Lutzenberger aus dem museumspädagogischen Team die Kinder in unterhaltsamen und lehrreichen, bis zu zehnminütigen Clips durch die Geschichte des Hauses führen. Alle Filme sind über die Website des Museums, die Museums-Facebook-Seite oder den eigenen YouTube-Kanal des Ballonmuseums Gersthofen kostenlos abrufbar.

Ida Lutzenberger, die als Hauptdarstellerin und Puppenspielerin der Graf Schaf Handpuppe die zentrale Figur der Miniserie ist, zeigt sich glücklich und überrascht vom Erfolg. „Als wir vor einem knappen Jahr begannen, war nicht klar, wohin uns die Reise führen wird. Dank des extrem großen Wissens von Marcel Cornelius als Filmemacher und von Sebastian Kochs als ehemaligen Radiomacher habe ich mich immer gut beraten und begleitet gefühlt. Wir sind so eine coole Truppe“, sagt Lutzenberger.

Das Ballonmuseum hatte bereits verschiedene interaktive Führungen – auch mit Graf Schaf – und Kindergeburtstage angeboten, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Aber auch digital stand den jungen Besuchern eine dreiviertelstündige Audioguide-Führung durch das Museum kostenfrei zur Verfügung. Die etwas älteren Kinder konnten das Museum bisher in einer digitalen Schnitzeljagd, einem sogenannten Actionbound, erkunden.

Doch Kultureinrichtungen sind immer noch geschlossen: Das Team des Ballonmuseums hofft, dass die Serie „Wissen macht määh!“ Appetit macht auf einen Museumsbesuch, der hoffentlich bald wieder möglich sei. Hierfür werden gerade Ideen für ein weiteres Angebot im Format der „Escape Rooms“ entwickelt, die bei Jugendlichen besonders beliebt seien.

„Der Erfolg unserer Erweiterung des museumspädagogischen Formats mit Ida Lutzenberger und Graf Schaf hat uns sehr positiv überrascht und ist eine große Motivation, hier auch in der Zukunft an weiteren innovativen Ideen der Wissensvermittung zu arbeiten“, resümiert Thomas Wiercinski, der Leiter des Ballonmuseums. (pm)

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