Region: Augsburger Land

Harald Güller informiert sich im Industriepark Gersthofen über Klärschlammverwertung

Der SPD-Landtagsabgeordnete Harald Güller (2. von links) informierte sich bei MVV über das Zukunftsprojekt "Klärschlamm-Verwertungsanlage" (von links: Heinz Mergel und Holger Amberg, beide Geschäftsführung, Dr. Herbert Rauscher, Energieversorgung).

Als Mitglied im Ausschuss des Bayerischen Landtags für Staatshaushalt und Finanzfragen ist der SPD-Abgeordnete Harald Güller den Umgang mit großen Geldsummen ganz sicher gewöhnt. Bei der MVV im Industriepark Gersthofen sprach er mit der Geschäftsführung des Industrieparkbetreibers über die geplante Klärschlamm-Verwertungsanlage, für die das Unternehmen in den nächsten Jahren fast 40 Millionen Euro in Gersthofen investieren will.

Bisher wird der in Kläranlagen anfallende Reststoff Klärschlamm entweder als Dünger auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ausgebracht oder in Kohlekraftwerken und Müllverbrennungsanlagen mitverbrannt. Beide Entsorgungswege werden mittelfristig aufgrund geänderter politischer Rahmenbedingungen nicht mehr zur Verfügung stehen. Zudem fordert der Gesetzgeber, dass die in der Klärschlammasche befindlichen wertvollen Phosphoranteile künftig recycelt werden müssen.

"Die Möglichkeiten der Klärschlammbehandlung in einer Mono-Verbrennungsanlage, wie sie die MVV derzeit plant, stellen besonders für das regionale Umfeld und die Kommunen eine interessante Lösung des entstehenden Entsorgungsproblems dar", bekräftigt Harald Güller, "denn den Betreibern von kommunalen Kläranlagen wird ein zuverlässiger Entsorgungsweg geboten".

Der Landtagsabgeordnete interessierte sich besonders für die Aspekte des Umweltschutzes und erkundigte sich nach den Belangen der Nachbarschaft. Das von der MVV ausgearbeitete Kommunikationskonzept sieht eine umfassende und regelmäßige Information der Anwohner vor, allerdings musste die für Ende März terminierte öffentliche Informationsveranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. "Durch die komplett eingehauste Anlage mit Absaugung aller Gebäudeteile nehmen wir Rücksicht auf die Umwelt und die Nachbarn. Anlieferungen erfolgen direkt von der Bundesstraße 2 über die Bergstraße ", sagt MVV-Geschäftsführer Heinz Mergel. Der Genehmigungsantrag für die Klärschlamm-Verwertungsanlage wird im August bei der Regierung von Schwaben als zuständige Genehmigungsbehörde eingereicht.

 

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