Den eigenen Willen erklären

Sorgenfrei den Lebensabend genießen.

Mit einer Vorsorgevollmacht wird ein rechtlicher Vertreter für den Ernstfall bestimmt.

Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmt man eine oder mehrere Personen, die rechtsgültige Entscheidungen für einen selbst treffen dürfen, wenn alltägliche organisatorische Dinge alters- und/oder krankheitsbedingt nicht mehr eigenständig geregelt werden können (§ 164 BGB). Damit ist die Vollmacht eine Willenserklärung mit Rechtscharakter und die bevollmächtigte Person tritt auch vor Gericht als Stellvertreter auf.

Wer kommt als Vertreter in Frage

Jede geschäftsfähige und volljährige Person kann bevollmächtigt werden. Die Vollmacht kann entweder für alle oder nur für bestimmte Lebensbereiche erteilt werden. Bei der Erstellung der Vorsorgevollmacht ist es sinnvoll den Bevollmächtigten in alle Überlegungen mit einzubeziehen, damit Klarheit herrscht, welche Aufgabenbereiche von dem Vertreter übernommen werden sollen.

Wichtig: Bewohner von Heimen oder Pflegeeinrichtungen dürfen den dort beschäftigten Mitarbeitern keine Vollmacht erteilen.

Wozu dient die Vorsorgevollmacht

Mit der Vorsorgevollmacht soll geregelt werden:

- Wer ist der Bevollmächtigte?

- Welche Aufgabenbereiche hat der Bevollmächtigte?

- Welche Wünsche hat der Bevollmächtigte zu beachten?

Der Stellvertreter kann grundsätzlich in allen wichtigen und juristisch relevanten Angelegenheiten für einen aktiv werden - zum Beispiel bei Vermögensangelegenheiten, Gesundheitsfragen oder bei Wohnungsangelegenheiten. Wenn jemand zusätzlich eine Patientenverfügung erstellt hat, muss der Stellvertreter sich für die darin enthaltenen Wünsche einsetzen und die Umsetzung des Dokuments einfordern.

Unterschied zwischen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Während eine Patientenverfügung die eigenen Wünsche und Vorstellungen hinsichtlich medizinischer und pflegerischer Maßnahmen betrifft, bezieht sich die Vorsorgevollmacht auf jene Bereiche, für die gegebenenfalls ein gesetzlicher Vertreter notwendig ist. So ergänzen sich Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung optimal - denn die Schwerpunkte der beiden Dokumente liegen in unterschiedlichen Bereichen. (BMJ/pr)

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben
 


X