Früh anfangen und keine Angst vor der Börse haben: Spartipps für junge Verbraucher

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Wer heute sein erstes Geld verdient und etwas für später zurücklegen möchte, hat es nicht leicht. Niedrige Zinsen und die verwirrende Angebotsvielfalt bei den Finanzprodukten schrecken viele junge Arbeitnehmer davon ab, sich den Themen Altersvorsorge und Vermögensbildung zu widmen.

Dennoch: Wer den einen oder anderen Tipp befolgt, kann sich später über attraktive Renditen freuen.

Möglichst früh mit dem Sparen beginnen

Ganz wichtig: Wer möglichst früh mit der Geldanlage beginnt, ist später klar im Vorteil. Sicher – wenn das Leben zunächst von Studentenjobs oder einem kleinen Azubi-Gehalt bestritten wird, bleibt am Monatsende oft nur wenig zum Sparen übrig. Trotzdem: Selbst wenn man zu Beginn der Lebensarbeitszeit nur 20 Euro pro Monat anlegt, macht das langfristig einen großen Unterschied.

Das liegt im Zinseszins-Effekt: Werden Zinseinnahmen gleich wieder ins Anlagevermögen gesteckt, vermehrt sich das angelegte Kapital exponentiell und sorgt bei langen Laufzeiten für attraktive Zinsgewinne. Die Ausbeute lässt sich steigern, wenn der anfänglich niedrige monatliche Sparbetrag erhöht wird, sobald Kleinanleger mehr verdienen.

Einen Notgroschen anlegen

Bevor man Beträge aus dem eigenen Nettoeinkommen langfristig investiert, ist es ratsam, sich ein finanzielles Polster für plötzlich anfallende größere Ausgaben zuzulegen. Junge Sparer müssen dann später nicht auf ihre Geldanlage zurückgreifen, wenn die Waschmaschine plötzlich aus- oder eine teure Pkw-Reparatur anfällt.

Experten empfehlen eine Rücklage in Höhe von zwei bis drei Nettogehältern, die auf einem Tagesgeldkonto geparkt werden. Alternativ lässt es sich auch für größere Sparvorhaben nutzen, etwa für den Etat einer längeren Reise.

In Aktienindexfonds (ETFs) investieren

Das Sparbuch war für frühere Generationen die traditionelle Form der Geldanlage. Aufgrund der jahrelangen Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wirft diese Form des Sparens praktisch kaum noch Zinsen ab.

Wer dennoch in jungen Jahren sein Geld gewinnbringend anlegen möchte, kommt um die Börse nicht mehr herum. Möglich wird das in Form von auch als Exchange Traded Funds (ETFs) bekannten Aktienindexfonds. Mit ihnen legen Sparer ihr Geld in börsengehandelte Indexfonds an, die das Investierte auf die Aktien eines Index wie den DAX verteilt. So bleibt das Risiko breit gestreut: Sinkt der Kurs eines Aktienunternehmens, wird das durch steigende Kurse anderer Werte ausgeglichen.

Online können Kleinanleger mit wenigen Klicks bei einer Direktbank ein Depot eröffnen und mit dem Sparen beginnen. ETFs sind auch deswegen interessant, weil sie passiv gemanagt sind. So muss kein Fondsmanager bezahlt werden, was den Ertrag schmälern würde. Die jährlichen Gebühren für diese Fonds sind günstig – im Schnitt 0,3 Prozent des investierten Geldes.

Bei der Investition in ETFs kommt es auf einen langen Atem an: Wer beim ersten Kurssturz überstürzt seine Anteile verkauft, hat das Nachsehen. Wenn 15 Jahre oder länger in einen Aktienindexfonds investiert wird, gleichen sich die Aufs und Abs an der Börse aus – und im günstigsten Fall gibt es eine attraktive Rendite.

Sich persönlich beraten lassen

Wer in Sachen Vermögensbildung unsicher ist, konsultiert häufig eine Finanzberaterin oder einen Finanzberater. Erstaunlich ist, dass gerade die Millennials und die Generation Z besonders oft den Rat eines Experten suchen.

Eine Studie der tecis Finanzdienstleistungen AG hat ergeben, dass für 60 Prozent der befragten 18- bis 39-Jährigen das persönliche Gespräch absoluten Vorrang hat, wenn es um Finanzfragen geht. Im Gegensatz dazu informieren sich nicht mehr als 20 Prozent völlig selbstständig, wenn es um ihre Geldanlage geht.

44 Prozent beziehen laut tecis-Umfrage ihre Informationen fast ausschließlich über ihren Berater. Dabei erwarten 34 Prozent von ihm, dass er sie vollumfänglich und transparent über alle relevanten Finanzlösungen informiert. Hier vertrauen die jungen Anleger den Experten der klassischen Banken am meisten, so die tecis-Studie.

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