Der Stadtrand ist als Wohnlage gefragt

Raus aus der Stadt und ab aufs Land – dank Homeoffice für viele Großstädter kein Thema mehr.

Erholungspotential und Naturnähe werden wichtiger.

Bislang war beim Thema Wohnen die Richtung klar: raus aus den ländlichen Gebieten und rein in die urbanen Zentren. Aktuelle Erhebungen zeigen nun, dass sich dieser Trend gerade umkehrt. „Auch die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie treiben immer mehr Menschen in die Speckgürtel“, sagt Martin Dornieden, Geschäftsführer der Dornieden Gruppe. Tatsächlich sei bereits seit einigen Jahren zu beobachten, dass vor allem Familien mit schulpflichtigen Kindern in Richtung der Stadtränder zögen. „Hier zählen häufig weniger dicht besiedelte Wohnlagen sowie die direkte Nähe zu Naherholungsgebieten zu den Vorteilen gegenüber innerstädtischem Wohnraum“, so Dornieden. Eine von der Dornieden Gruppe in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage habe gezeigt, dass auch der Wunsch nach einem separaten Arbeitszimmer und einer eigenen Terrasse oder einem eigenen Garten zugenommen habe. Eine Umfrage des Ifo-Instituts mit 18.000 Befragten kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland die höchste Bereitschaft zu einem Umzug unter Großstadtbewohnern besteht: Rund 13 Prozent der Befragten aus dieser Gruppe planen, innerhalb der kommenden zwölf Monate aus der Großstadt wegzuziehen und damit ihre Wohnsituation grundlegend zu verändern. Knapp 64 Prozent der umzugswilligen Großstädter haben angegeben, näher an der Natur wohnen zu wollen. (txn/pr)

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