Region: Günzburg|Krumbach

Atom-Endlager im Landkreis Günzburg?

Auf der Liste der möglichen Endlagerungsstellen für Atommüll ist auch der Landkries Günzburg vertreten.

Digitale Fachkonferenz vom 10. bis 12. Juni über den möglichen Standort eines Endlagers.

In der Suche nach einem Atommüll-Endlager ist nun die Öffentlichkeit gefragt ist: In Vorträge, Plenumsphasen und Arbeitsgruppen soll zweiten, digitalen „Fachkonferenz Teilgebiete“ vom 10. bis 12. Juni über den „Zwischenbericht Teilgebiete“ online diskutiert werden. Landrat Dr. Hans Reichhart wirbt für die Teilnahme möglichst vieler Menschen aus dem Landkreis Günzburg, da der Landkreis Günzburg im Rahmen der bundesweiten Suche nach einem Standort für ein Endlager für knapp 30.000 Kubikmeter hochradioaktive Abfälle betroffen ist. Zwei von 90 Teilgebieten, der die Bundesgesellschaft für Endlagerung eine grundsätzliche geologische Eignung zugesprochen hat, ziehen sich auch durch den nördlichen Landkreis Günzburg.

Mit der Veröffentlichung dieser Teilgebiete begann die gesetzlich vorgesehene Öffentlichkeitsbeteiligung, deren Kern die Beteiligung von Bürgern in drei Fachkonferenzen ist, von denen die erste im Februar 2021 stattgefunden hat. Das Landratsamt begleitet diese Phase bereits sehr eng und ist selbstverständlich auf den Fachkonferenzen präsent.

Aktuell gehe es darum, die Anzahl der in Frage kommenden Gebiete für einen potenziellen Endlagerstandort zu reduzieren. Es sei hierzu wichtig, dass sich möglichst viele Bürger und Vertreter von gesellschaftlichen Organisationen und Gebietskörperschaften am weiteren Vorgehen beteiligen und ihre Einwendungen und Anträge vorbringen. Alle Anträge müssten von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) berücksichtigt werden, ergänzte Landrat Hans Reichhart, deswegen sei gerade jetzt in dieser wichtigen Phase die öffentliche Beteiligung eminent wichtig. Bürger, Vertreter gesellschaftlicher Organisationen sowie der Gemeinden und Städte wie Mitglieder des Kreistags können an der kommenden dreitägigen „Fachkonferenz Teilgebiete“ teilnehmen, Fragen stellen und bisherige Feststellungen hinterfragen.

Die als rein digitale Veranstaltung geplante Konferenz beginnt am Donnerstag, 10. Juni, um 16 Uhr und endet am Samstag, 12. Juni 2021, um 18 Uhr. Wer teilnehmen will, sollte sich möglichst zeitnah anmelden unter www.fachkonferenz-anmeldung.de. Neben Vorträgen und Plenumsphasen stehen Arbeitsgruppen zu fachlichen Fragen im Mittelpunkt. Unter anderem wird auch das Vorbereitungsgremium für die dritte Fachkonferenz gewählt.

Alle weiteren Informationen zum Verfahren und einen Überblick über aktuelle und künftige Beteiligungsmöglichkeiten gibt es auf der zentralen Informationsplattform zur Endlagersuche (www.endlagersuche-infoplattform.de ). Anträge an die Fachkonferenz können bis zum 31. Mai, per E-Mail an (geschäftsstelle[at]fachkonferenz[dot]info) eingereicht werden.

Unter der Adresse www.base.bund.de/virtuelle-endlagerausstellung findet sich die Ausstellung „suche:x“ des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Sie bietet einen schnellen Überblick zu wesentlichen Aspekten der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland: Wie läuft die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle ab? Welches Wirtsgestein eignet sich? Wie kann ich an der Endlagersuche mitwirken? Die Beteiligung der Bürger ist fester Bestandteil des Suchprozesses und gesetzlich vorgeschrieben. (pm)

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