Region: Günzburg|Krumbach

Jährlich 2000 Tonnen weniger Emissionen: Neue Blockheizkraftwerke verbessern Umweltbilanz des BKH Günzburg

Die Energiezentale am Standort Günzburg der Bezirkskliniken Schwaben mit (von links) dem Pufferspeicher, dem Hauptgebäude, in dem sich auch die neuen Blockheizkraftwerke befinden, den Schornsteinen („Rauchzüge“) sowie dem Transformatorenhaus.

Mit dem Neubau der Psychiatrie wird das Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg nicht nur moderner. Bereits jetzt ist es auch umweltfreundlicher geworden. Seit wenigen Wochen sind am Standort zwei neue Blockheizkraftwerke (BHKW) in Betrieb. Damit werden sowohl Wärme als auch Strom produziert.

Darüber hinaus wurden zwei neue Heizkessel sowie ein Pufferspeicher installiert. In der Umweltbilanz schlägt das kräftig zu Buche: „Der von der Regionalleitung vorgegebene Primärenergiefaktor unter 0,5 konnte erreicht werden, dies entspricht einer Verbesserung von über 50 Prozent“, berichtet der technische Leiter des Standorts, Rainer Beinhauer. „Für die Kliniken ist das vom Umweltgedanken und aus Sicht des Klimaschutzes super“, ergänzt Umweltmanagementbeauftragte Katharina Rochau. Alles in allem haben die Bezirkskliniken Schwaben etwa 5,5 Millionen Euro in die Modernisierung der Energiezentrale gesteckt.

Die ursprüngliche Anlage stammt aus den frühen 1980er Jahren. In den Jahren 1981/82 wurde das Dienstleistungs- und Logistikzentrum errichtet und mit ihm die Energiezentrale. 1983 wurden dann zwei Warmwasser-Heizungskessel eingebaut. Weil einer davon undicht war und leckte, wurde er 2015 durch einen neuen ersetzt. Nun folgte der zweite. Diesen großen Heizkessel ersetzen zwei neue, kleinere. „Der bisherige große Heizkessel bringt eine Leistung von 6,0 Megawatt, die beiden kleineren 3,6 und 1,6 Megawatt“, sagt Rainer Beinhauer. Alle drei produzieren ausschließlich Wärme.

Aus Gründen der Betriebssicherheit und wegen der Auflagen aus der Energieeinsparverordnung wurden auch zwei Erdgas-betriebene Blockheizkraftwerke beschafft und eingebaut. Sie produzieren Strom und Wärme.

Auch wenn die beiden BHKW bereits laufen, so werde es wohl laut Tech-nikleiter Beinhauer noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die Regeltechnik so einreguliert ist, dass alles problemlos funktioniert.

Die entstehende Energie wird in den neuen Pufferspeicher eingespeist. Der große Behälter, der außerhalb der Energiezentrale steht, fasst 60 000 Liter aufbereitetes Wasser. Auf der anderen Seite des Gebäudes, in dem sich die neuen BHKW und die Heizkessel befinden, steht das Transformatorenhaus. Wie der technische Leiter weiter erläutert, versorgt die Energiezentrale sowohl das BKH als auch die Kreisklinik Günzburg, die Dr.-Georg-Simnacher-Stiftung und weitere Verbraucher mit Wärme. Die Leitungen verlaufen kilometerweit durch das Klinikareal, teilweise unter der Erde. Außerdem liefern die Kraftwerke Strom für das BKH. „Wir rechnen mit einer Einsparung von über 2000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr“, sagt Beinhauer. Auch wirtschaftlich werde sich die Anlage mittelfristig amortisieren. (pm/red)

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