Region: Günzburg|Krumbach

Neue Heimat für eine barocke Krippe im Heimatmuseum Günzburg

Elisabeth Lutz übergab ihre barocke Familienkrippe dem Heimatmuseum Günzburg.

Elisabeth Lutz schenkt dem Heimatmuseum Günzburg eine mehr als 200 Jahre alte barocke Familienkrippe. Nach der Erfassung soll sie der Dauerausstellung hinzugefügt werden.

Es war ein emotionaler Moment, als Elisabeth Lutz im Heimatmuseum Günzburg den Schenkungsvertrag unterzeichnete. Im Beisein von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Museumsleiter Raphael Gerhardt, Museologin Julya Berzen und Krippenfachmann Rudolf Saßen übergab sie ihre aus knapp 100 Figuren bestehende barocke Krippe in die Obhut des Heimatmuseums.

Die ältesten Figuren lassen sich auf das späte 18. Jahrhundert datieren. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war die Krippe im Besitz der Familie Rottmeister in Ichenhausen, der Vorfahren von Elisabeth Lutz. Ihr verstorbener Ehemann Josef Lutz, langjähriger Vorsitzender der Günzburger Krippenfreunde, hatte sich über Jahrzehnte um die Krippe gekümmert und sie mit selbst gebauten Gebäuden im Haus der Familie in Denzingen präsentiert. „Dass die Krippe jetzt in ‚seinem‘ Museum in Günzburg ist, würde Josef sehr freuen“, ist sich Elisabeth Lutz sicher.

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig bedankte sich im Namen der Stadt für die überaus großzügige Schenkung und betonte, dass er es als Auftrag und Verpflichtung empfinde, die Krippe dauerhaft zu erhalten und den Besuchern zugänglich zu machen. „Die Krippe ist für uns ein ganz besonderer Zugang“, freut sich Museumsleiter Raphael Gerhardt. „Sie steht für die schwäbische Krippentradition und stellt zugleich die Verbindung zum Bayerischen Krippenverband her, der 1917 in Günzburg gegründet wurde und dessen Vorstandsmitglied Josef Lutz lange Zeit war.“ Die Einzelteile der Krippe werden nun zunächst fachgerecht erfasst, bevor die Krippe einen würdigen Platz in der Dauerausstellung bekommen soll. (pm)

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