Region: Günzburg|Krumbach

Neues Angebot der Malteser Günzburg: „Wind in der Mähne“

Pfarrer Josef Kühn (von links) und Religionspädagogin Melanie Walter segneten das neue Angebot der Malteser Günzburg. Mit dabei waren Sylvia-Maria Braunwarth, Leitung Kinder- und Jugendhospizdienst, Erwin Reitmeier und Christine Strasser-Harr.

Malteser Günzburg starten mit der Segnung ihren Dienst der „Tiergestützten Begleitung“.

Der Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst in Günzburg, Dillingen, Neu-Ulm und Donau-Ries startet ein neues Konzept der tiergestützten Begleitung für erkrankte Kinder und Jugendliche, deren Geschwister und Abschied nehmende Kinder und Jugendliche. Dies ist ein gemeinsames Projekt der Malteser Günzburg mit dem Pferdehof „Seelengrübchen“. Das Reiten als ganzheitlicher und ressourcenorientierter Ansatz wirkt laut einer Pressemitteilung der Malteser heilsam auf Körper und Seele der Kinder und Jugendlichen.

Jetzt fand die Segnung des neuen Dienstes durch den katholischen Pfarrer Josef Kühn und die evangelische Religionspädagogin Melanie Walter auf dem Pferdehof „Seelengrübchen“ der Betreiber Christine Strasser-Harr und Erwin Reitmeier statt. Sylvia-Maria Braunwarth vom Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser Günzburg konnte nun durch die Lockerungen der Maßnahmen alle Beteiligten, Initiatoren und alle Sponsoren dazu einladen, sich vor Ort ein Bild darüber zu machen.

Wind in der Mähne gibt Rückenwind und lässt nach vorne schauen

Kinder seien verschiedenen Widrigkeiten des Lebens ausgesetzt – Krankheit und Tod bestimmten ihren Alltag, so die Pressemitteilung. Wind in der Mähne gebe ihnen jedoch Rückenwind und lasse sie nach vorne schauen. In der Natur und im Zusammensein mit den Tieren bekämen die Kinder Zugang zu ihren eigenen Gefühlen und würden zu mehr Selbstvertrauen ermutigt. Pferde spielen eine "tragende Rolle", sie bewegen und berühren die Kinder, welche dadurch zurück zu ihrem natürlichen Gleichgewicht finden sollen. Zudem würden die inneren Zustände widergespiegelt und machten das Unsichtbare sichtbar. Es helfe, Ängste zu überwinden, Blockaden zu lösen und das Selbstwertgefühl zu steigern. Des Weiteren fordern die Pferde in eindeutiger Weise auf, ermutigen und reagieren unmittelbar auf die psychische und physische Verfassung der Kinder und Jugendlichen.

Dieser Dienst wird ehrenamtlich von Christine Strasser-Harr und Erwin Reitmeier, die Betreiber des Pferdehofs umgesetzt. Mit einer entsprechenden und umfassenden Ausbildung wie etwa im „Umgang mit dem Pferd im sozialen und gesundheitlichen Bereich“ sowie der Ausbildung zu einer Reitlehrerin, PKSPG Seelsorgerin, Kinder- und Jugendhospizbegleiterin und Palliative Care Fachkraft beziehungsweise dem Grundkurs für „Trauernde Kinder und Jugendliche begleiten“.

Die tiergestützte Begleitung findet auf dem naturnahen und idyllisch gelegenen Islandpferdehof „Seelengrübchen“ statt. Weitere Informationen finden sich unter www.malteser-guenzburg.de. (pm)

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