Region: Günzburg|Krumbach

Reihentestung im BKH Günzburg: 15 positive Corona-Ergebnisse

Eine Reihentestung im BKH Günzburg hat 15 positive Corona-Ergebnisse erbracht. Alle Betroffenen zeigen keine Symptome.

Die Reihentestung am Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg hat 15 positive Befunde unter den Mitarbeitenden erbracht. „Alle Personen sind asymptomatisch. Es sind keine weiteren Mutationen entdeckt worden“, teilte der Pandemiebeauftragte des größten Standortes der Bezirkskliniken Schwaben, Privatdozent Dr. Johannes Tschöp, am Freitag mit.

Weil am 8. Februar auf einer psychiatrischen Station bei einem Patienten zufällig eine Virus-Mutation aus Großbritannien entdeckt worden war, hatte das Gesundheitsamt Günzburg eine zweimalige Testung aller 1600 Beschäftigten am BKH angeordnet, um einen aktuellen Stand zu ermitteln. Zufällig deshalb, weil der symptomfreie Patient in eine Rehaeinrichtung verlegt werden sollte und aufgrund des klinischen Hygienekonzepts getestet wurde. Die Probe war Corona-positiv. Die anschließenden Reihentests aller Mitarbeitenden fanden im Abstand von einer Woche statt und wurden sowohl von der Klinik selbst als auch vom städtischen Impfzentrum durchgeführt. "Einige unklare Befunde werden aktuell noch durch einen weiteren PCR-Test überprüft", wie das BKH in einer Pressemitteilung informiert.

Das gilt auch für zwei positive Corona-Testergebnisse in der Neurologischen Klinik, die sich auf dem Gelände des BKH befindet. Sie waren am Donnerstag ebenfalls zufällig entdeckt worden, weil die beiden Patienten zur Reha in eine andere Klinik verlegt werden sollten. Ein dritter Patient, für den erst ein positiver Coronatest vorlag, ist inzwischen negativ getestet worden. „Auch diese drei Betroffenen sind allesamt symptomfrei“, teilte der Pandemiebeauftragte mit.

Dennoch gingen die Verantwortlichen des Standortes und die Klinikleitung laut Pressemitteilung auf Nummer sicher. Umgehend hätten sie am Donnerstag für die Neurologie im Haus 21 ein Betretungsverbot ausgesprochen – es galt vorher schon das Besuchsverbot –, die positiv getesteten Patienten isoliert und die Hygienemaßnahmen erhöht, unter anderem sei das Pflegepersonal mit Ganzkörperschutzanzügen ausgestattet worden, um das häufige Wechseln von Schutzanzügen vor den Zimmern beim Ein- und Austreten aus den Zimmern zu vermeiden. Zudem seien sämtliche Mitarbeitenden und alle weiteren Patienten getestet und das Gesundheitsamt, die benachbarte Kreisklinik und den Ärztlichen Leiter Krankenhauskoordination einbezogen worden. Die neurologische Klinik meldete sich kurzzeitig von der Notfallversorgung ab. „Das hat jedoch nichts mit der Corona-Pandemie zu tun. Vielmehr behandeln wir derzeit außergewöhnlich viele neurologische und neurochirurgische Notfallpatienten, sodass unsere Intensivstation voll belegt ist. Da wegen der Corona-Fälle jedoch keine Abverlegung auf unsere Bettenstationen möglich war und wir deswegen blockiert waren, haben wir die Neurologie kurzfristig bei der Leitstelle abgemeldet“, informiert Tschöp.

Parallel bestand ein enger Kontakt zum Gesundheitsamt Günzburg. Noch am Nachmittag erfolgte ein „Vor Ort“-Termin, in dem die eingeleiteten Hygiene- und Testmaßnahmen besprochen und das weitere Prozedere festgelegt wurden.

Die Abmeldung von der Notfallversorgung ist seit Donnerstagabend bereits wieder hinfällig. Die Neurologie am BKH hat seitdem schon wieder einige medizinische Notfälle aufgenommen, die aus dem Landkreis über den Rettungsdienst in die Klinik gebracht worden waren.

„Was Corona betrifft, sind wir in jedem Fall von uns aus aktiv und stets vorsichtig. Wir haben uns auch hier eng mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgesprochen. Dass diese Fälle – alle symptomfrei – entdeckt werden, zeigt, dass unser Hygienekonzept greift“, ist der Pandemiebeauftragte überzeugt. (pm)

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