Region: Günzburg|Krumbach

So bleiben Kinder und Jugendliche mobil – 
auch ohne „Eltern-Taxi“

LeserReporter Wolfgang Strobl aus Günzburg
Alternative zum „Eltern-Taxi“: Der FLEXIBUS ist für flexible, aber auch regelmäßige Fahrten der Kinder planbar. 
Foto: iStock/Romina Niederreiner

Kinder und Jugendliche im ländlichen Raum haben ein Mobilitätsproblem. Da sie bis zum 18. Lebensjahr nicht allein mit dem Pkw fahren dürfen, sind sie bislang in besonderem Maße auf ihre Eltern angewiesen. Vor allem am Vormittag, am späten Nachmittag, abends und am Wochenende, wenn wenig Linienverkehrsangebote im ÖPNV verfügbar sind, bedeutet dies für die Jugendlichen, entweder das „Mama- oder Eltern-Taxi“ in Anspruch nehmen zu müssen (was wiederum die Eltern auf Dauer nervt) oder aber bestimmte Bildungs- und Freizeitangebote und soziale Kontakte nicht wahrnehmen zu können.

 

Die für den ÖPNV zuständigen Akteure in den Landratsämtern in Mindelheim und Günzburg, beim Verkehrsverbund Mittelschwaben (VVM) und bei den Verkehrsunternehmern BBS Brandner, Verkehrsunternehmen Gruber, Regionalbus Augsburg (RBA), Stadtwerke Bad Wörishofen und Steber Reisen machen sich dafür stark, Kindern und Jugendlichen Mobilität auch ohne „Eltern-Taxi“ zu ermöglichen. „Im kompletten Landkreis Günzburg wie auch in weiten Teilen des Landkreises Unterallgäu lassen sich Fahrten zum Sportverein, zu Freizeiteinrichtungen und Freunden bequem mit dem FLEXIBUS organisieren“, so BBS-Geschäftsführer Josef Brandner stellvertretend für seine Unternehmerkollegen, die den FLEXIBUS in den Gebieten Bad Wörishofen, Burgau, Mindelheim und Türkheim anbieten. So lässt sich der FLEXIBUS als Alternative zum „Eltern-Taxi“ nicht nur für Hin- und Rückfahrt fest buchen, sondern auch für regelmäßige Fahrten. Josef Brandner: „Der große Vorteil für Eltern und Kinder ist, dass sich der FLEXIBUS nicht nur flexibel einsetzen lässt, sondern auch zu festen Zeiten und Routen geplant werden kann. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass unsere FLEXIBUS-Fahrerinnen und -Fahrer nach wenigen Fahrten ihre Fahrgäste kennen, sodass auch die Kinder nach kurzer Zeit eine echte Bezugsperson im FLEXIBUS haben.“

 

Die intelligente Verknüpfung des FLEXIBUS-Angebots mit Linienangeboten des VVM auch zu den zentralen Omnibus- und DB-Bahnhöfen schafft für Jugendliche auch die Verbindung über die nächsten Nachbarorte hinaus. „Allen Beteiligten geht es darum, dass unsere großteils ländliche Region auch für junge Menschen attraktiv und familienfreundlich bleibt“, meint Brandner, der sich ehrenamtlich auch als Kreisrat in Günzburg wie auch bei der IHK Schwaben für weitere Verbesserungen im öffentlichen Personenverkehr in der Region einsetzt.

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