Region: Günzburg|Krumbach

Der Umweltpreis des Landkreises Günzburg wurde verliehen

Bei der Verleihung des Umweltpreises waren anwesend (von links) Peter Schmid (Umweltbildung BS GZ), Naturschutzwächter Josef Nersinger, Oliver Born (Fischereifachberatung Bezirk Schwaben), Hans Bayerle (Fischereigenossenschaft Untere Günz, stellvertretender Vorsitzender), der Aletshauser Bürgermeister und Kreisrat Georg Duscher, Michaela Hauf (Rektorin Alois-Kober-GS Kötz), Dagobert Smija (Projektverantwortlicher der Fischereigenossenschaft Untere Günz), Ralf Klocke (GF LEW-Wasserkraft GmbH) und der Günzburger Landrat Hans Reichhart.

Ob Kröten, Fische oder Bäume, auf vielfältige Weise lässt sich etwas für die Umwelt tun. Drei Projekte wurden dieses Jahr mit dem Umweltpreis des Landkreises Günzburg ausgezeichnet.

Auf vielfältigste Art und Weise setzen sich Bürger, Schulen und Betriebe für die Umwelt im Landkreis Günzburg ein. Drei Projekte werden in diesem Jahr besonders gewürdigt und mit dem Umweltpreis 2020/2021 des Landkreises Günzburg ausgezeichnet. Die Preisträger im Bereich „Naturschutz“ sind Peter Schmid aus Lauingen sowie die Alois-Kober-Grundschule in Kötz und im Bereich „betrieblicher Umweltschutz“ die Projektgruppe „Untere Günz“ der Projektpartner LEW Wasserkraft GmbH, Fischereifachberatung des Bezirks Schwaben und Fischereigenossenschaft Untere Günz.

Baumpflanzaktion

Peter Schmid aus Lauingen wird für seinen Einsatz in der Umweltbildung und seine umfangreichen Baumpflanzaktionen ausgezeichnet. Er hat in den vergangenen 16 Jahren insgesamt etwa 44.500 Bäume mit Berufsschülern gepflanzt. So möchte er Schülern zeigen, dass sie auch ganz konkret in unserer Region dem globalen Problem des Klimawandels entgegentreten können. Die Pflanzaktionen halfen die dadurch entstandenen Schäden (wie nach einem Sturm, durch Borkenkäferbefall oder Trockenphasen) zu bekämpfen. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie dem Bezirk Schwaben und der Stadt Günzburg wurde bereits in Burgau, Bubesheim, Deffingen, Leipheim, Hausen, Kötz, Dürrlauingen, Hafenhofen, Gundremmingen, Ichenhausen und Schnuttenbach aufgeforstet. Schmid ist Fachbereichsleiter der Abteilung Metall am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Günzburg. Viele Jahre war er dort auch als Umweltbeauftragter tätig. Während dieser Zeit erhielt die Schule die Auszeichnung „Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21 Schule“.

Krötensammeln

Seit 15 Jahren führt die Alois-Kober-Grundschule Kötz während der jährlichen Amphibienwanderungen im Frühjahr ein „Krötensammeln“ im Bereich des Stubenweihers durch. In diesen drei bis vier Wochen tragen die Kinder – mit Hilfe ihrer Eltern – nicht nur Kröten über die Straße, bei jeder Kröte wird die Art bestimmt und gezählt. Dieses Zahlenmaterial erhält jährlich der Bund Naturschutz zur statistischen Auswertung. „Das Krötensammeln gibt es an unserer Schule schon seit einigen Jahren“, sagt Rektorin Michaela Hauf. „Es ist eine tolle Zusammenarbeit von Schülern, Eltern und der Schule.“ Dieser frühmorgendliche und abendliche Einsatz außerhalb des normalen Unterrichts wird mit dem Umweltpreis des Landkreises gewürdigt. Hauf freut sich über die Auszeichnung: „Wir haben nur eine Natur, die sollten wir auch schützen und schätzen.“

Reaktivierung der Günz

Für den Bereich betrieblicher Umweltschutz wird die Projektgruppe „Untere Günz“ ausgezeichnet. Die LEW Wasserkraft GmbH, früher Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW), aktivieren und reaktivieren seit 2015 zwischen Deisenhausen und Waldstetten auf zwölf Kilometern Fließstrecke die Günz und schaffen naturnahe Strukturen. Das Thema Natur- und Artenschutz ist hier bei Bauvorhaben, dem Betrieb und dem Unterhalt der Wasserkraftanlagen immer ein zentrales Thema und dem Betreiber ein großes Anliegen. Neben dem Bau von diversen Fischaufstiegshilfen wurden aber noch weitere Optimierungs- und Verbesserungsmöglichkeiten umgesetzt. So konnten in den vergangenen Jahren mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökologie durch die Projektgruppe „Untere Günz“ verwirklicht werden. Hierbei arbeiten die Fischereiberechtigten, vertreten durch die Fischereigenossenschaft „Untere Günz“, die Fischereifachberatung des Bezirks Schwaben und LEW Wasserkraft als Betreiber der Wasserkraftwerke an der Unteren Günz eng zusammen. Zielsetzung des Projekts ist, die noch vorhandene Fischpopulation in der Günz zu stützen und allmählich die für diesen Abschnitt ursprüngliche Artenzusammensetzung wiederaufzubauen. (pm/red)

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