Region: Günzburg|Krumbach

Wechsel im Vorsitz des Förderkreises

Mit Dank und einem Präsent verabschiedet Stefan Riederle (links), Geschäftsführer der Ökumenischen Sozialstation im Landkreis Günzburg, den langjährigen Förderkreisvorsitzenden Karl Heinz Schiller (Mitte). Maria Brendemühl (rechts) tritt Schillers Nachfolge an.

Nach über zehn Jahren als Vorsitzender im Förderkreis der Ökumenischen Sozialstation Günzburg hat Karl Heinz Schiller dieses Amt an die bisherige stellvertretende Vorsitzende Maria Brendemühl abgegeben. Die weiteren Vorstandsmitglieder Veronika Perbandt, Fritz Rasch und Tanja Strobel behalten mindestens bis zur turnusmäßigen Vorstandswahl im kommenden Jahr ihr Ehrenamt.

„Es war eine interessante Tätigkeit, die mir auch persönlich reiche Erfahrungen geschenkt hat“, sagt Karl Heinz Schiller. Die Zusammenarbeit von Förderkreis und der gGmbH als Träger der Sozialstation sei von tiefem Vertrauen geprägt und intensiv gewesen. „Man wird immer dazu genommen und in das große Ganze eingebunden, auch wenn man kein Stimmrecht hat“, sagt Schiller, das habe er sehr geschätzt.

Die Mitgliedergewinnung will auch Schillers Nachfolgerin Maria Brendemühl in den Blick nehmen. Der Umgang mit alten, kranken, sterbenden oder dementen Menschen ist für die 63-jährige Religionspädagogin, Prädikantin und Schulreferentin im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Neu-Ulm „eine existenzielle Frage“. Durch persönliches Erleben hat sie erfahren, wie bedeutend einfühlsamer und qualifizierter Beistand in Krankheit und Sterben nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Angehörigen ist.

Brendemühl will deshalb nicht nur die Arbeit des Förderkreises verstärkt ins Bewusstsein rücken, sondern auch Bewusstsein wecken für den wichtigen Dienst der ambulanten Pflege. „Demenz, Krankheit, Unfall, Tod – das kann jeden jederzeit betreffen“, sagt sie, „nicht nur die alten Menschen.“ Deshalb geht es Maria Brendemühl auch um Wertschätzung für die Pflegearbeit, und sie sagt: „Es ist mir ein großes Anliegen, die Arbeit des Förderkreises zu unterstützen. Das ist die praktische Seite meines Berufs, denn Gottesliebe konkretisiert sich in der Menschenliebe.“

Mit einem Präsent dankte Stefan Riederle, Geschäftsführer der Ökumenischen Sozialstation im Landkreis Günzburg, Karl Heinz Schiller für das engagierte und stets sehr sachbezogenen Mitwirken. „Der Förderkreis und die Sozialstation haben Ihnen viel zu verdanken“, so Riederle.

Ziel des Förderkreises

Der Förderkreis der Ökumenischen Sozialstation Günzburg hat sich zum Ziel gesetzt, ein soziales Netz zur Versorgung alter, kranker und behinderter Menschen zu knüpfen. Die etwa 240 Förderkreis-Mitglieder unterstützen materiell und ideell Leistungen der ambulanten, teilstationären und stationären Kranken- und Seniorenpflege, die von den Kassen nicht übernommen werden. Zudem ist der Förderkreis Anstellungsträger der Nachtbereitschaft in der Seniorenwohngemeinschaft für Demenzbetroffene in Günzburg und der Sozialstation. Auch Vorträge und Diskussionen zu Themen aus dem Gesundheitswesen unterstützt der Förderkreis.

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