Region: Günzburg|Krumbach

Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig fordert höhere Zuschüsse für defizitäre Bäderlandschaft

Die Kommunen seien mit der Sanierung der Freibäder finanziell überfordert – Oberbürgermeister Gerhard Jauernig fordert eine Nachbesserung bei den Förderrichtlinien.

Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig schreibt an die Bayerische Bauministerin Kerstin Schreyer und wünscht sich mehr Geld vom Land Bayern für die Sanierung kommunaler Bäder.

Auch wenn die kommunalen Schwimm- und Freibäder jetzt wieder besucht werden und Eintrittsgelder einnehmen, es fehlen die Finanzen für dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen. Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig hat deshalb an die zuständige Bayerische Bauministerin Kerstin Schreyer appelliert, die aus seiner Sicht viel zu geringe Unterstützung für die Sanierung kommunaler Schwimmbäder durch den Freistaat zu reformieren. Zugleich trat er an die kommunalen Spitzenverbände, den Bayerischen Städtetag und den Bayerischen Gemeindetag mit der Bitte um Unterstützung seiner Initiative heran. Ebenso wurde der Verband Kommunaler Unternehmer (VKU) um Schützenhilfe gebeten – schließlich betreiben das Bad mit seinem erheblichem Zuschussbedarf die Stadtwerke Günzburg, zu 100 Prozent ein Tochterunternehmen der Stadt.

Das Anfang der 1960er-Jahre errichtete Günzburger Waldbad, ein Freibad mit einem 40.000 Quadratmeter großen Freigelände mit Baumbestand, benötige dringend eine umfangreiche Sanierung. Die Stadtwerke haben bereits verschiedene Bereiche mit eigenen Mitteln saniert. Von den Gebäuden sind einige mehr als 60 Jahre alt. Für einen Ersatz des Zugangsbereichs des Bades mit Außen- und Toilettenanlagen, Lager- und Werkstatträumen sowie des Kiosks sieht ein vor zwei Jahren aufgelegtes staatliches Förderprogramm allerdings nahezu keine Fördermöglichkeiten vor. Unter Nennung der detaillierten Probleme wies Jauernig in seinem Schreiben an die Ministerin auf die "massiven bürokratischen Hürden bei der Inanspruchnahme staatlicher Förderung" hin und bat sie um Prüfung und generell um Erhöhung und Vereinfachung der staatlichen Unterstützung. Nur mit Unterstützung des Freistaats seien die Kommunen in der Lage, diese defizitären Einrichtungen zu erhalten.

Der Vorstand des städtischen Kommunalunternehmens und Verantwortlicher für das Waldbad, Lothar Böck, hofft, dass er in den nächsten Jahren mit Unterstützung des Freistaats zusammen mit dem kommunalen Förderanteil eine zukunftsgerechte Sanierung der Günzburger Badelandschaft angehen kann. „Allein um die jährlichen Defizite aus dem laufenden Betrieb ausgleichen zu können ist schon eine Herausforderung. Bei einer Sanierung geht es nochmal um eine ganz andere Größenordnung. Wir haben mit unserem Waldbad nicht nur ein Freibad, sondern eine Einrichtung der kommunalen Daseinsvorsorge, die wir auch in Zukunft allen Generationen und Gesellschaftsbereichen zur Verfügung stellen wollen“, so Böck. (pm/red)

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