Region: Günzburg|Krumbach

Kampagne des Kinderschutzbundes: „Gewalt ist mehr, als Du denkst“

StaZ-Reporter Ludwig Lenzgeiger aus Adelsried
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Günzburg.

Anlässlich des Weltkindertags am 20. September stellt der Kinderschutzbund seine Kampagne „Gewalt ist mehr, als Du denkst“ vor. Besonderes Augenmerk möchte der Kinderschutzbund Günzburg auf die psychische Gewalt legen. „Psychische Gewalt wird oftmals bagatellisiert oder gar nicht erst wahrgenommen. Wir als Kinderschutzbund haben es uns zur Aufgabe gemacht, darüber aufzuklären“, so Matthias Kiermasz, Kreisvorstand des Kinderschutzbundes Günzburg.

So erschöpfe sich das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung nicht nur auf den Verzicht körperlicher Bestrafungen, so Kiermasz. Auch das tagelange Ignorieren seines Kindes, die Isolation von Freundinnen oder Freunden oder Demütigungen seien Formen von Gewalt.

„Seelische Verletzungen gehören leider für viele Kinder zum Alltag, sei es im Elternhaus, aber auch in Kita oder Schule. Gewalt schafft aber keine Einsicht bei Kindern, sondern demonstriert lediglich, wer der Stärkere ist“, so Dorothea Gimpert, Geschäftsführerin der Kinderschutzbundes Günzburg ergänzend.

„Mit unserem Angebot tragen wir als Kinderschutzbund Günzburg zu einem respektvollen Umgang zwischen Kindern und Erwachsenen bei. Gewaltfreiheit ist für uns vor allem eine Frage der eigenen Haltung dem Kind gegenüber: Respektiere ich seine Würde und seine Rechte? Dann kommt Gewalt, ob körperlich oder seelisch nicht in Frage“, so Gimpert weiter.  Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderschutzbundes müssen dieses Thema immer wieder neu überdenken und ihr eigenes Handeln diesbezüglich reflektieren. Daher wird das Thema psychische Gewalt auch Teil der Klausurtagung des Kinderschutzbundes Günzburg sein, welche im Oktober stattfinden wird. So sollen alle, auch die zahlreichen Ehrenamtlichen, die in den Projekten des Kinderschutzbundes tätig sind, dafür sensibilisiert werden, was zu Gewalt zählt und wie alternative Umgangsformen aussehen. Am 20. September haben Interessierte zudem die Möglichkeit, die Angebote des Bundesverbandes des Kinderschutzbundes wahrzunehmen. So wird auf verschiedenen Social-Media-Kanälen (Facebook: Der Kinderschutzbund Bundesverband, Instagram: rebeccaimmanuel.official) um 15.30 Uhr ein Live-Gespräch des Präsidenten des Kinderschutzbundes Heinz Hilgers mit der Schauspielerin Rebecca Immanuel gestreamt. Zudem besteht die Möglichkeit, sich auf dem Youtube-Kanal des Kinderschutzbundes über das Thema Erziehung ohne Gewalt zu informieren.

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