Region: Dillingen|Wertingen

Es wird wieder Musik gemacht

Wer an der Straße die Giraffe sieht, ist am Kulturgewächshaus Birkenried angekommen.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Planungen für die sonntäglichen Matineen um 14 Uhr laufen, denn im Kulturgewächshaus in Birkenried soll es, so der Lockdown gelockert wird, Mitte März wieder Konzerte geben, sollen wieder Künstler die Besucher unterhalten. "Alle Mitarbeiter, Vereinsmitglieder und Helfer scharren schon mit den Füßen, und warten darauf, bis wieder Leben ins Kulturgewächshaus einkehrt. Alle sind zuversichtlich", erklärt Bernhard Eber, Eigentümer der eigenwilligen Kultureinrichtung in Birkenried bei Gundelfingen.

Sein Vater Bruno Eber hatte für 300 Reichsmark einige Tagwerk Land mit dem Namen „Oberer Kiesling“ gekauft, spannte eine Zeltplane für seinen Schlafplatz auf und nahm den Spaten in die Hand - das war der Anfang. In den 70er Jahren teilte er seinen Betrieb zwischen den Söhnen Bruno und Norbert auf in eine Blumen und Gemüsegärtnerei. Bernhard Eber kaufte sich dann in die Gemüsegärtnerei ein, die er bis heute als das bekannte Kulturareal betreibt. Seit 2000 gibt es dort Konzerte, Workshops und Festivals.

"Wir überleben die Corona-Zeit. Das Gelände ist abbezahlt. Finanzielle Zuschüsse waren selten, aber für die Kläranlage (circa 35.000 DM) hatten wir 2001 etwa 2000 Mark bekommen. Der Verein, der Konzerte, die Workshops und Festivals betreibt, muss nur eine geringe Gebühr für die Nutzung des Geländes zahlen, so kann das gespendete Geld bei den Sonntagsmatineen komplett an die Künstler weitergereicht werden. Einnahmen haben wir, wenn es die Corona-Beschränkungen wieder zulassen, bei Abendkonzerten, Festivals, Workshops und bei Vermietungen der Räume für Hochzeiten oder auch Firmenevents", so beschreibt Bernhard Eber die momentane Lage.

Im vergangenen Jahr fielen viele Workshops und Festivals dem Corona-Virus und den Beschränkungen zum Opfer, so das Afrika-Festival, der Flamenco Ray und das Bluegras-Festival, die der angegliederte Verein "Freunde und Förderer Kulturgewächshaus Birkenried" auf dem Gelände organisiert. Neuordnung der Bestuhlung reichte nur eine gewisse Zeit aus, in den Räumen Konzerte und Kurse stattfinden zu lassen, dann war Schluss. Jedoch offen war und ist immer das Außengelände, in dem sich Besucher unter Abstandsregeln und Schutzmaßnahmen mit Masken aufhalten können. Im Skulpturenpark “Little Zim - Art of Africa” sind mehr als 100 Steinskulpturen zu besichtigen.

2015 wurde der Erlebnisrundweg eröffnet. Bei einem gemütlichen Spaziergang durch das Gelände des Kulturgewächshaus erleben Familien mit Kindern die Tierwelt Afrikas - Antilopen, Elefanten, Löwen, Nashörner und Büffel sind nur eine kleine Auswahl. Natürlich sind die Tiere nicht lebendig. Sie wurden per Hand aus Metall gefertigt, kommen aus Simbabwe und haben nun ihren Platz in Birkenried.

An den vier Adventswochenenden im vergangenen Jahr gab es etwas Besonderes: den Lichterwald. Viele Besucher kamen, wenn es dunkel wurde, zündeten viele Kerzen in Gläser an und genossen den beleuchteten Wald und dessen einmalige Atmosphäre. Und im Sommer sollen auch wieder Künstler aus Simbabwe im Kulturgewächshaus sein die sich bei der Arbeit über die Schultern sehen lassen, oder gar Hilfestellung geben bei Workshops wo man selbst Hammer und Meißel in die Hand nehmen kann. Genaue Informationen über das Programm, die Workshops und Festivals gibt es demnächst wieder im Internet unter www.birkenried.de.

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