Region: Dillingen|Wertingen

Impfbetrug Wemding: Weitere Durchsuchung – Beschuldigter beißt Polizist ins Bein

Der Mann habe "mit allen Mitteln" versucht, sich der Blutentnahme zu entziehen. Einem Polizeibeamten biss er sogar ins Bein.

Nach den Hausdurchsuchungen vor zwei Wochen bei rund 100 Beschuldigten im Wemdinger Impfskandal kam es nun erneut zu einer Durchsuchungsaktion der Polizei. Die etwa 100 Personen stehen im Verdacht der Beihilfe zur Fälschung von Impfpässen. Ausgestellt haben soll diese ein Arzt aus Wemding im Landkreis Donau-Ries. Dem Mann wird zudem vorgeworfen, Menschen, die sich impfen lassen wollten, eine wirkungslose Substanz gespritzt zu haben.

Am Dienstag sei es laut Polizeibericht vom Donnerstag nun erneut zu einer Durchsuchungsaktion gekommen, nachdem einer der Patienten des Arztes bei der ersten Razzia nicht angetroffen werden konnte. Die Kripo Dillingen samt Unterstützungskräften suchten den Mann aus dem Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt erneut auf. Es sollten – wie bei allen anderen etwa 100 Beschuldigten – Handy und Impfausweis sichergestellt werden. Ebenfalls habe ein richterlicher Beschluss zur Blutentnahme vorgelegen.

"Von Anfang an unkooperativ und aggressiv"

Die Einsatzkräfte trafen den Mann dieses Mal zwar an, allerdings habe er sich "von Anfang an unkooperativ und aggressiv" verhalten, berichtet die Polizei. Die Beamten hätten ihm die Maßnahmen und Hintergründe "mehrfach und ausführlich" erklärt, "was jedoch nicht zu dessen Beruhigung führte". Schließlich sei der Mann nach Dillingen zur Blutentnahme bei einem Arzt gebracht worden. Vor der Praxis habe er "mit allen Mitteln" versucht, der Blutentnahme zu entgehen. Einem Beamten biss er sogar in das Bein.

Letztendlich habe die Blutentnahme vor der Praxis durchgeführt werden müssen. Da der Mann anschließend über körperliche Probleme geklagt habe, wurde ein Rettungswagen hinzugerufen. "Ob es dem Mann tatsächlich so schlecht ging, kann nicht beurteilt werden, jedoch konnte er noch auf dem Weg in das Rettungsfahrzeug die Polizeibeamten lautstark beleidigen", so die Polizei. (pm)

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