Region: Illertissen|Babenhausen

Mutter will Sohn vor Strafe schützen und gibt sich als Fahrerin aus

Eine 40-Jährige hat sich in Illertissen der Polizei gegenüber als Unfallverursacherin ausgegeben. Damit wollte sie ihren Sohn vor einer Strafe bewahren.

Eine Mutter hat sich am Mittwoch der Polizei gegenüber nach einem Unfall als Fahrerin ausgegeben, um ihren Sohn zu schützen. Zunächst hatten die Beamten das auch so aufgenommen, bis sich ein Zeuge meldete.

Der Polizei in Illertissen wurde am Mittwochnachmittag ein Verkehrsunfall im Bereich der Von-Kleist-Straße gemeldet. Ein Kleintransporter hatte beim Rangieren einen geparkten Wagen gestreift und so einen Schaden von etwa 1.000 Euro verursacht. Bei der Unfallaufnahme habe eine 40-jährige Frau gegenüber den Polizeibeamten angegeben, die Fahrerin gewesen zu sein.

Zunächst schlossen die Beamten den Vorgang mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung ab. Dann jedoch meldete sich ein Zeuge bei der Dienststelle, der angab, dass nicht die Frau sondern ein junger Mann zum Unfallzeitpunkt am Steuer gesessen habe.

Weitere Ermittlungen führten die Beamten dann zum 20-jährigen Sohn der vermeintlichen Unfallverursacherin. Dieser wiederum ist laut Angaben der Ordnungshüter derzeit nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Die Beamten seien deshalb erneut zum Unfallort gefahren und hätten den Sohn mit der Zeugenaussage konfrontiert. Der 20-Jährige habe daraufhin schließlich eingeräumt, zum Zeitpunkt des Unfalls gefahren zu sein.

Der junge Mann, so die Polizei, sei wohl gerade dabei, seinen Führerschein zu machen. Die Beamten leiteten nun ein Strafverfahren ein und informierten die zuständige Führerscheinstelle über den Vorfall. (pm)

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