Region: Illertissen|Babenhausen

Schulöffnungen in der Region: Balanceakt zwischen Infektionsschutz und dem Wunsch nach Normalität

Ab Montag werden sich die Klassenzimmer in der Region wieder etwas füllen.

Am Montag öffnen in der Region die Schulen – und zwar in jenen Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 100 nicht überschreitet. Die Öffnung soll zunächst für Grundschüler und in Förderzentren gelten. Die Schulen sollen in den Wechselunterricht gehen, bei garantiertem Mindestabstand auch in den Präsenz-Unterricht. Zudem sollen Abschlussklassen der Realschule und Mittelschule in den Wechselunterricht starten.

„Gerade für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 ist es wichtig, dass der Präsenzunterricht nun wieder möglich ist“, betont Ansgar Batzner, Leiter des Staatlichen Schulamts Neu-Ulm. Monika Scherzer, Rektorin der Mittelschule in Illertissen, sagt: „Als Schulleiterin mache ich mir große Sorgen, wie wir mit unseren Schülerinnen und Schülern aus dieser zweiten Corona-Pause kommen werden.“ Denn noch immer würde daran gearbeitet, "die aus dem ersten Lockdown entstandenen Wissenslücken aufzuarbeiten, möglichst neue Lücken zu vermeiden und auf diesem Wege niemand zu verlieren".

Silvia Lang, Rektorin der Bischof-Ulrich Grundschule, ergänzt: „Das Homeschooling war für uns alle eine sehr große Herausforderung. Für uns als Schulleitung und unsere Lehrkräfte ist es wahnsinnig schwierig, eine Balance zu finden zwischen dem Infektionsschutz einerseits sowie dem Wunsch und Bestreben mit den Kindern in diesen unsteten Zeiten einen ganz normalen Alltag, eine Normalität zu leben andererseits. Doch nun freuen wir uns in erster Linie auf unsere Kinder."

In Illertissen etwa seien viele Klassenräume mit Trennwänden aus Plexiglas ausgestattet worden, berichtet die Stadt Illertissen. Zudem seien 90 CO₂-Sensoren geordert worden, die anzeigen, wenn gelüftet werden muss. 20 Luftreinigungsgeräte ergänzen das Hygienekonzept. (pm/red)

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