Region: Günzburg|Krumbach

Frontalkollision bei Jettingen mit drei Schwerverletzten: Kripo ermittelt nun wegen versuchten Mordes

Bei einem schweren Verkehrsunfall am südlichen Ortsrand von Jettingen-Scheppach wurden am Mittwoch drei Menschen schwer verletzt. Gegen den 23 Jahre alten Verursacher wird inzwischen wegen versuchten Mordes ermittelt (Symbolbild).

Der schwere Autounfall am Mittwochabend soll mit Absicht verursacht worden sein. Die Kripo ermittelt nun wegen versuchten Mordes.

Um kurz vor 18 Uhr war es am Mittwoch auf der Staatsstraße 2025, kurz nach dem Ortsausgang von Jettingen, zu einem Frontalzusammenstoß gekommen. Nach einem Überholvorgang scherte ein Auto nicht wieder nach rechts ein, sondern fuhr weiter auf dem Gegenfahrstreifen. Es kam zum Zusammenprall mit einem entgegenkommenden Wagen.

Unfall wohl vorsätzlich herbeigeführt

In dem entgegenkommenden Auto saß ein Ehepaar, das schwer verletzt wurde. Ebenso der Unfallverursacher. Wie die Polizei am Donnerstag nun berichtet, sei in ersten Vernehmungen festgestellt worden, dass der Überholer den Unfall wohl vorsätzlich herbeigeführt habe.

Es habe "eine Vorbeziehung zwischen dem Überholer und dem Fahrer des überholten Fahrzeugs bestanden", erklärt die Polizei. Deshalb sei die Staatsanwaltschaft noch während der ersten polizeilichen Ermittlungen verständigt worden. Sie habe die Hinzuziehung eines Sachverständigen angeordnet.

Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes eingeleitet

Gegen den Überholer wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes eingeleitet. Aufgrund seiner Verletzungen befindet sich der Beschuldigte in stationärer Behandlung in einer Klinik. Die Staatsanwaltschaft Memmingen beantragte Haftbefehl gegen den 23-Jährigen.

Kripo Neu-Ulm sucht Zeugen

Die Ermittlungsrichterin des Amtsgericht Memmingen habe den beantragten Haftbefehl in Kraft gesetzt, so die Polizei, der Beschuldigte verbleibe bis er verlegungsfähig ist im Krankenhaus. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Neu-Ulm geführt. Die Kripo Neu-Ulm bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 0731/8013-0 zu melden. (pm)

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