Region: Günzburg|Krumbach

Kammeltal: Übungsbombe bei Bauarbeiten zutage gefördert

Der Fund einer Übungsbombe rief am Dienstag im Kammeltaler Ortsteil Waldheim Polizei, Rettungskräfte, mehrere Feuerwehren sowie eine Spezialfirma aus München auf den Plan. Personen wurden bei dem Einsatz nicht verletzt.

Bei Bauarbeiten in Waldheim ist am Dienstag eine Übungsbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der umliegende Gefahrenbereich wurde zunächst evakuiert, bis Mitarbeiter einer Spezialfirma den Fund als Übungsbombe identifizierten.

Bei Bauarbeiten in Waldheim stießen Arbeiter am Dienstagnachmittag auf eine Übungsbombe. Ein Gebiet in der Nähe des Weilers, in dem derzeit die Gehwege und die Fahrbahn im Ort erneuert werden, wurde während des Zweiten Weltkrieges als Bombenabwurfplatz genutzt. Dort förderte ein Bagger eine solche Übungsbombe zutage. "Nachdem der Arbeiter die Bombe mit der Baggerschaufel angekratzt hatte stieg gelber Rauch aus dem Behältnis. Umgehend wurde von der verständigten Polizei der Fundort abgesperrt und Anwohner in Sicherheit gebracht", schildert die Polizei die Situation.

Giftige Wolke verseucht Erdreich

Spezialisten aus München bestätigten den Fund als Übungsbombe, die eine "Ampulle mit hochgiftiger Flüssigkeit, die bei Kontakt mit Sauerstoff verdampft und eine giftige Wolke bildet". Eine solche Wolke hatte sich laut Angaben der Beamten zunächst auch gebildet und dann das Erdreich verseucht, das nun abgetragen werden müsse. Rettungskräfte, die ebenfalls vor Ort waren, hätten jedoch nicht einschreiten müssen. Personen kamen bei dem Einsatz laut den beamten nicht zu Schaden. (pm)

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