Region: Allgäu

Polizeihubschrauber muss Rettungseinsatz wegen Angriffs mit Laserpointer abbrechen

Bei einem Sucheinsatz bei Kaufbeuren wurde ein Hubschrauber der Polizei von einem bislang Unbekannten mit einem Laserpointer geblendet. Eine Person wurde dabei verletzt, der Hubschrauber musste die Suche abbrechen. Es sei noch nicht sicher, ob der Flugtechniker Spätfolgen davontragen wird.

Einen Rettungseinsatz hat ein Polizeihubschrauber in der Nacht auf Samstag bei Kaufbeuren abbrechen müssen. Der Hubschrauber, der bei der Suche nach einer Frau, die sich in Lebensgefahr befand, helfen sollte, wurde von einem Unbekannten mit einem starken Laserpointer geblendet. Ein Besatzungsmitglied wurde dabei verletzt. Nun sucht die Kriminalpolizei Zeugen.

Zu dem Rettungseinsatz kam es in der Nacht auf Samstag. Polizei und Rettungsdienst waren in den Kaufbeurer Wertach-Auen mit der Suche nach einer Frau, die sich in Lebensgefahr befand, beschäftigt. Während der Polizeihubschrauber den Einsatzort mit einem Suchscheinwerfer ausleuchtete, soll es dann zu dem Angriff gekommen sein.

Vermisste Frau konnte dennoch gefunden werden

"Gerade als das Besatzungsmitglied den Scheinwerfer des Helikopters ausrichten wollte, wurde er von einem starken Laserpointerstrahl getroffen", schildert die Polizei den Vorfall. Die führte dazu, dass der Polizeibeamte kurzzeitig nichts mehr sehen konnte. Der Hubschraubereinsatz habe daraufhin abgebrochen werden müssen. Das betroffene Besatzungsmitglied wurde in ein Krankenhaus gebracht. Noch sei nicht sicher, ob der verletzte Flugtechniker Spätfolgen der Blendung davontragen wird. "Den Rettungseinsatz schlossen die übrigen Einsatzkräfte trotzdem ab, der Frau geht es den Umständen entsprechend gut", heißt es im Bericht weiter.

Sofortige Suche nach dem Täter ergebnislos

Laut Polizeiangaben habe man den Angriff aus dem Bereich der Hans-Seibold-Straße ausmachen können. Eine sofortige Fahndung nach dem Täter verlief jedoch zunächst ohne Ergebnis. „Es ist für mich absolut unverständlich, wie jemand mutwillig Polizei- und Rettungseinsätze derart behindern kann, dabei die Gesundheit von Menschen schädigt und sogar das Leben der Besatzung aufs Spiel setzt. Für ein solches Verhalten gibt es keine Rechtfertigung“, wird Dr. Dominikus Stadler, Leiter der Abteilung Einsatz beim Polizeipräsidium Süd/West, in der Mitteilung der Polizei zitiert.

Kriminalpolizei sucht Zeugen

Die Folgen einer solchen Blendung von Besatzungsmitgliedern könnten schnell Verletzungen nach sich ziehen und im schlimmsten Fall auch zum Absturz eines Hubschraubers führen. Die Kriminalpolizei Kaufbeuren ermittelt nun wegen Gefährdung des Luftverkehrs. Ein solches Vergehen könne mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden. Hinweise zum Täter erbittet die Kriminalpolizei Kaufbeuren unter der Telefonnummer 08341-9330. (pm)

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