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"Mariä" wurde wachgeküsst

Afterwork Projekt in Kirchheim am Ries.

Auftaktaktion

Am Ortsrand von Kirchheim am Ries erstreckt sich die Klosteranlage Mariä Himmelfahrt. In den letzten Jahren ruhte das Hauptgebäude im Dornröschenschlaf, doch nun wird es wieder zum Leben erweckt. In der letzten Woche startete das Mariä Kloster-Lab und präsentierte ein vielfältiges Programm, bei dem vor allem das Experimentieren von neuen Nutzungskonzepten und der Austausch darüber im Vordergrund stand. Die Formate wie Coworking, Yoga im Grünen oder Gin-Tasting im Klosterhof waren sehr gut besucht und fanden erheblichen Anklang. Das Interesse, was zukünftig aus dem Kloster werden soll, ist groß. Die Bereitschaft sich mit einzubringen auch.

Auch Thomas König von der katholischen Kirchengemeinde ist zuversichtlich: „Es zeigt sich, dass wir hier ein Kleinod haben, das genutzt werden will. Die Auftaktwoche hat klar gemacht, wie viele Möglichkeiten die Räume bieten und dass die Angebote angenommen werden.“ „Als kleine Gemeinde im ländlichen Raum mit starken Städten in Pendeldistanz können wir von einem spannenden Nutzungskonzept enorm profitieren und neue Angebote nach Kirchheim bringen. Auch wenn die zukünftige Nutzung noch nicht festgeschrieben ist: Das Kloster wird sicherlich ein wichtiger Baustein bei der Weiterentwicklung Kirchheims sein”, ist sich Bürgermeister Danyel Atalay sicher.

Edwin Michler, Vorstand beim Freundeskreis des Klosters e.V., ist zuversichtlich, dass "eine neue Nutzung auch die historische Relevanz und den Geist der Klosteranlage mit aufnehmen kann".

Nicht nur die Kirchheimer selbst, auch die geladenen Experten wie Frederik Fischer von Neulandia, Spezialist für Zukunftsorte in ländlichen Räumen, und Stephanie Hock, zuständig für Kultur- und Kreativwirtschaft bei der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, waren begeistert von dem Ort und seinem schlummernden Potenzial. Sie zeigten sich überzeugt von dem in Kirchheim angestoßenen Prozess.

Um „neue Ideen für Finanzierungsmöglichkeiten zu bekommen“ hält Stephanie Hock die „Einbeziehung der Kreativwirtschaft“ für extrem wichtig.

Mit dem Ziel, durch ein koordiniertes Experiment möglichst tragfähige Nutzungskonzepte zu generieren, wird das Mariä Kloster-Lab die Klosteranlage noch bis Herbst 2023 mit unterschiedlichen Nutzungskonzepten bespielen und testen, welche Umnutzungen besonderes Potenzial haben könnten.

Innerhalb dieses Prozesses, sind alle Interessierten dazu eingeladen, eigene Ideen vorzuschlagen und im Kloster umzusetzen. Die Räume sind vorhanden und wollen belebt werden. Wer also einfach mal ein Format testen möchte oder einen Raum sucht, kann sich gerne melden. Mehr Informationen und Kontakt unter www.mariaeklosterlab.de (staz/red)

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