Region: Aichach|Friedberg

Zweites Impfzentrum im Landkreis Aichach-Friedberg ist in Betrieb

Freie Mitarbeiterin Heike Scherer aus Mering
Fabian Höhne von der Firma Vitolus (rechts) ist für das zweite Impfzentrum des Landkreises zuständig, das Bürgermeister Reinhard Gürtner (Zweiter von rechts) dem Landrat Klaus Metzger (Vierter von rechts) zur Verfügung stellte. Beim Pressetermin waren auch die Polizeiinspektion Friedberg und Sebastian Koch vom Landratsamt (Vierter von links) anwesend.

300 Personen werden anfangs täglich in der Paartalhalle Kissing geimpft. Etwa 30 Minuten dauert eine Impfung.

Rund um die Uhr wird das neue Impfzentrum in Kissing bewacht und schon am Parkplatz werden Kontrollen vom Sicherheitspersonal durchgeführt. Zugang und Impfrundgang sind barrierefrei und die nächste Bushaltestelle liegt nur 600 Meter entfernt. An sieben Tagen pro Woche finden dort 300 Impfungen statt. Die Zahl könnte sich verdoppeln, sobald die Impfstofflieferungen erhöht werden. Momentan wird dem Landkreis aber nur Impfstoff für 2500 Impfungen in der Woche geliefert. Die Impflinge sollten maximal 15 Minuten vorher ankommen und dürfen eine Begleitperson mitbringen. Wer allerdings seine Erstimpfung im Impfzentrum in Dasing erhalten hat, muss dort auch die zweite Spritze entgegennehmen. Das neue Impfzentrum in Kissing nahm am Mittwoch den Betrieb auf.

Fabian Höhne ist Geschäftsführer der Firma Vitolus, die für den Landkreis Aichach-Friedberg die Impfungen organisiert. Er erklärte die Abläufe im neuen Impfzentrum. Beim Pressetermin waren Landrat Klaus Metzger, Sebastian Koch und Pressesprecher Wolfgang Müller vom Landratsamt Aichach-Friedberg, Kissings Bürgermeister Reinhard Gürtner und Geschäftsstellenleiter Hubert Geiger und die Polizeiinspektion Friedberg anwesend. „Laut den Vorgaben des Freistaates Bayern mussten wir bis 15. Dezember ein Impfzentrum im Landkreis einrichten. Als mehr Impfstoff geliefert werden konnte und in Dasing die Kapazitätsgrenze erreicht war, war eine zweite Impfstelle im Süden nötig“, informierte Landrat Metzger. Sowohl Mering als auch Kissing wären in Frage gekommen. Kissings Bürgermeister Gürtner stellte nach einem kurzen Telefonat vor drei Wochen unkompliziert die Paartalhalle zur Verfügung, in der ab sofort die berechtigten Bürger des südlichen Landkreises geimpft werden, fuhr Metzger fort. Es hängt von der Postleitzahl ab: Bürger aus Eurasburg, Friedberg, Kissing, Merching, Mering, Ried, Schmiechen und Steindorf mit ihren Orts- beziehungsweise Stadtteilen, die sich bereits registriert, aber noch keinen Termin erhalten haben, werden in Kissing ihre Impfung erhalten. Gürtner freute sich, dass seine Gemeinde ihren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten könne.

Fabian Höhne musste bereits ab 27. Dezember aktiv werden, um die ersten mobilen, später die stationären Impfungen in Dasing vorzubereiten. Er zeigte sich beeindruckt, wie schnell das neue Impfzentrum eingerichtet wurde. In drei bis vier Impfkabinen erfolgt die Impfung. Davor gibt es einen Wartebereich mit Stühlen. Durchgeführt wird die Impfung von einem pensionierten Arzt und einer Impfassistenz, eine Verwaltungskraft dokumentiert den Vorgang. Vor der Impfung ist ein Anamnesegespräch und eine Impfaufklärung durch den Arzt erforderlich, nach der Impfung können die Personen noch eine Weile sitzenbleiben und sich bei Unsicherheiten an das medizinische Fachpersonal wenden. Mitzubringen für die Impfung seien der Personalausweis, der Impfvordruck, der Impfpass und gegebenenfalls der Nachweis für eine vorzeitige Impfberechtigung. Wenn ein Impfling absage, würde von einer Hop-on-Liste Ersatz gesucht oder der Impfstoff für den nächsten Tag aufgehoben, wies Fabian Höhne noch hin. (hsche)

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