Region: Aichach|Friedberg

Die SPD schickt Ronald Kraus als Bürgermeisterkandidat ins Rennen

Freie Mitarbeiterin Heike Scherer aus Mering
Kandidat der SPD für die Wahl des Kissinger Bürgermeisters am 24. März ist Ronald Kraus (Mitte), hier mit Ortsvorsitzendem Alexander Dollinger (rechts) und der stellvertretenden Ortsvorsitzenden Petra Pfeiffer.

Am 1. Februar stellt er sich den Bürgern offiziell vor. Sein Programm steht unter dem Motto „Für ein lebenswertes Kissing“

Der zurückgetretene Bürgermeister Manfred Wolf gratulierte dem von der Mehrheit der 36 wahlberechtigten SPD-Mitglieder gewählten Ronald Kraus zu seiner Nominierung. Als weitere Kandidatin war die zweite Bürgermeisterin Silvia Rinderhagen angetreten. Nach einer persönlichen Vorstellung konnten Wahlberechtigte, anwesende Mandatsträger und Mitglieder anderer Ortsvereine in der AWO Kissing Fragen an die Kandidaten stellen. Ronald Kraus wurde mit deutlicher Mehrheit der Stimmen nominiert, sagte Ortsvorsitzender Alexander Dollinger.

Der 55-jährige gebürtige Leipziger lebt seit 1991 mit seiner Frau und Tochter in der Gemeinde Kissing, wo er sich geborgen fühlt und die er als seine Heimat betrachtet. Zwei Jahre vorher hatte er in Gröbenzell gewohnt. In München leitet der diplomierte Elektrotechniker seit 15 Jahren eines der größten Eichämter Deutschlands. Er ist Mitbegründer des Historischen Fördervereins Bayerischer Hiasl und des Vereins Regenbogenkinder, der als erster in Kissing einen Hort und eine Kinderkrippe errichtete. Im Jahr 1995 trat er in die SPD ein und kandidierte ein Jahr später erstmals für den Gemeinderat. Seit 2002 gehört er dem Gremium an, wo er vor 6 Jahren den Fraktionsvorsitz übernahm. 2008 zog er auch in den Kreistag ein und ist dort der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses.

„Für mich ist der Begriff der Heimat eine der zentralen Aufgaben und Themen, die ein Kommunalpolitiker in der globalisierten Welt gewährleisten muss“, sagt Ronald Kraus. Deshalb stellt er sein Programm unter das Motto“ Für ein lebenswertes Kissing“. Er möchte mit dem Gemeinderat ein Konzept für die Altortentwicklung vorlegen, das Ortsbild verbessern und die Ortsdurchfahrt verschönern. Die Vereine und das Ehrenamt, aber auch das heimische Gewerbe möchte er unterstützen. Betriebe in der Gemeinde sollen in regelmäßigen Abständen besucht werden, um Einblick über Wirtschaftskraft und Arbeitsplatzsituation zu erhalten und ggf. gegensteuern zu können, betont er. Ein Mobilitätskonzept für alle, ein gesundes Wachstum der Gemeinde und ein barrierefreier Ausbau stehen auch unter dem ersten Punkt „Ortsentwicklung“. Dazu zählen ebenso die Straßensanierung und die Ortsumfahrung sowie die Sicherung der Gemeindefinanzen. Was das Thema „Umwelt und Energie“ betrifft, möchte Ronald Kraus die Straßen mit LED-Beleuchtung ausstatten, den Hochwasserschutz verbessern, die Verwendung erneuerbarer Energien vorantreiben, die Artenvielfalt erhalten und ein Konzept für einen zukunftsfähigen Wertstoffhof entwickeln. Wichtigster Punkt des dritten Bereiches „Bildung und Soziales“ ist für ihn bezahlbarer Wohnraum. Aufgrund Artikel 106 Abs. 1 und 2 der Bayerischen Verfassung hätten der Staat und die Gemeinde die Pflicht, jedem Bewohner Bayerns eine angemessene Wohnung zu ermöglichen, weiß er. Er strebt ein langfristiges Betreuungskonzept und mehr Betreuungsplätze in Krippe und Kindergarten an. Eine Schulhauserweiterung solle auch neue Fahrradstellplätze umfassen. Das Mehrgenerationenhaus mit seinen vielfältigen Aufgaben, das auf seine Mitinitiative im Kreistag geschaffen wurde, möchte er unterstützen, nicht nur finanziell, sondern auch bei neuen Projekten. Motivation und politischer Antrieb für seine Kandidatur sei, eine offene, tolerante, friedliche und humane Gesellschaft zu gewährleisten, die in solidarischer Weise für die eintritt und sorgt, die sich nicht selbst helfen können, verriet Ronald Kraus zum Schluss seiner Ansprache vor der demokratischen Abstimmung.

Info: Der Spitzenkandidat der SPD für die Bürgermeisterwahl am 24. März stellt sich am 1. Februar ab 19.30 Uhr im Josef-Zimmermann-Haus offiziell vor. Gastrednerin ist die Kandidatin der SPD für die Europawahl Maria Noidl. Für musikalische Unterhaltung wird gesorgt. Plakate über die Veranstaltung werden ausgehängt.

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