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StaZ-Reporter Helga Bögl aus Königsbrunn
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C-o-r-o-n-a: Was für ein musisches Wort und wie viel Schreckliches steckt dahinter. Krankheit, Einsamkeit, Abgeschiedenheit, Verzweiflung und Tod. Dabei ist doch Corona der Name einer Heiligen, die uns vor Seuchen beschützen sollte.

Seit diese Krankheit ausgebrochen ist, hat sich das Leben aller Menschen total verändert. Die Menschen sind genügsamer geworden. Wenn man einem Bekannten auf der Straße begegnet kann es sein, dass man ihn wegen der Maskenpflicht überhaupt nicht erkennt. Das ist traurig und macht einsam. Am schlimmsten ist es für die Älteren, die allein leben und sich manchmal sehr abgeschottet und vergessen vorkommen. Wenn überhaupt einmal Besuch kommt, trifft man sich streng isoliert, hinter Glasscheiben. Es gibt keine Umarmungen mehr denn man muss Abstand halten in dieser von der Krankheit beherrschten Zeit.

Als damals im Mittelalter die Pest ausgebrochen war betraf das fast ganz Europa doch sie wurde besiegt. Jedoch diese jetzige Pandemie breitet sich mehr und mehr auf die ganze Welt aus. Es entstehen immer wieder neue Mutationen und es ist ungewiss wann das Virus jemals ausgerottet sein wird.

Es ist an der Zeit, die Denkweise über das Leben zu verändern. Die Welt ist im Umbruch. Das Klima verändert sich, die ganze Zukunft verändert sich und es ist höchste Zeit, dass auch der Mensch die Sicht auf die Welt verändert. Dass man sich Gedanken macht wie schnell alles vorbei sein kann und dass man sich der Schönheit und Einzigartigkeit des Lebens bewusst wird.

Es gibt gerade so viel Traurigkeit um uns herum und es ist bewundernswert wie die Pflegekräfte und Ärzte mit dieser Pandemie umgehen. Wie viel Kraft es diese Menschen kostet, ihr eigenes Leben aufs Spiel zu setzen um andere Menschen zu retten. Sie sind ständig im Einsatz und haben nicht einmal die Zeit mit ihrer eigenen Trauer umzugehen.

Sicher wird diese Zeit langfristige Folgen auf die Psyche haben. Es ist eine Zeit der Hilflosigkeit und trotz Pandemie sollte man versuchen seinem Leben eine neue Perspektive zu geben. Sich mit etwas zu beschäftigen, das diese schwere Zeit erträglicher macht und gleichzeitig dem Leben einen Sinn gibt. Wenn man in einer Familie lebt erträgt man das alles viel leichter. Man kann sich durch gemeinsame Spiele und Unterhaltungen ablenken.

Als Alleinlebender ist es da schon schwieriger. Vielleicht sollte man die eigene Kreativität entdecken? Etwas tun das man schon lange vor hatte, wie zum Beispiel ein Bild malen? In Ruhe einmal ein Buch lesen? Vielleicht schreiben Sie doch einmal ihre Lebensgeschichte als Buch oder versuchen Sie Gedichte zu schreiben. Stricken soll sehr beruhigend sein und man kann so schön seinen Gedanken nachhängen. Zum Glück gibt es telefonische Kontakte, die man nutzen kann oder das Fernsehen, was natürlich kein Ersatz für menschliche Nähe ist. Es soll aber auch Menschen geben, die plötzlich den Weg zu Gott finden und darin Trost suchen!

Man sagt zwar am meisten leiden die älteren Menschen und vergisst dabei, dass immer mehr Jugendliche in ein seelisches Tief gleiten und in eine depressive Stimmung verfallen. Sie müssen bestimmte Einschränkungen hinnehmen. Die Eltern sind im Home Office und haben nur beschränkt Zeit sich den Kindern zu widmen und die verbringen viel zu viel Zeit vor dem Bildschirm.

Die Kontakte zu Freunden fehlen und eine Art Hoffnungslosigkeit breitet sich unter den jungen Menschen aus.

Ganz egal ob Virus oder Umwelt. Wie wird das wohl weiter gehen? Deshalb ist es sehr wichtig, alle vorgegebenen Regeln zu beachten! Maske auf, Abstand halten, Hände waschen, Kontakte einschränken, sich testen und impfen lassen und natürlich, nicht die Hoffnung verlieren. Es kann ja nur noch besser werden!

 

Helga Bögl Königsbrunn

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