Region: Augsburger Land

Corona Bürgerprotest

LeserReporter Johann Mehringer aus Bobingen

Bild zu dem angefügten Text

Corona-Auflagen im Widerspruch zu Statistiken

 

Bürgerprotest

Seit mehreren Wochen treffen sich jeden Mittwoch um 19 Uhr Bürger aus dem gesamten Landkreis Augsburg auf dem Königsbrunner Marktplatz, zu einer angemeldeten Bürgerversammlung gegen den zu lange währenden Lockdown und den katastrophalen Folgen.

 

Königsbrunn

Es war bereits die sechste, friedliche Veranstaltung, die Volker Pajonk, ein 54-jähriger Ingenieur aus Königsbrunn, mit seinem Team, Rene Baldeau aus Bobingen und Marc Andre Schmitz aus Augsburg organisiert. Die anwesende Polizei kümmert sich freundlich und problemlos um die eingeschränkte Teilnehmerzahl, um die Sicherheit und die Einhaltung der vorgeschriebenen Mindestabstände. Die anfängliche Mundschutzpflicht wurde vom Ordnungsamt inzwischen aufgehoben. Wöchentlich treffen sich circa 50-70 interessierte Zuhörer aller Altersklassen,  die friedlich und harmonisch zur Veränderung auffordern.

 

„Die Wahrung der Grundrechte und die sofortige Beendigung des Lockdowns“, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Reden. Als erster Redner präsentierte Volker Pajonk die wissenschaftlichen Daten vom Robert-Koch-Institut und stellte fest: "Diese Statistiken beweisen ohne Wenn und Aber, die getroffenen politischen Entscheidungen sind nicht mehr verhältnismäßig und entbehren jeglicher medizinischer Grundlage“.  Der Corona-Virus sei vergleichbar mit einer normalen, nicht ungefährlichen Grippeinfektion und diese war bei Einführung des Shutdowns bereits wieder in der unteren Abklingphase angekommen. Die Horror-Meldungen aus dem Ausland, wie Italien, seien aufgrund von mangelnder Krankenhaushygiene und desolater Gesundheitsvorsorge,  sowie Luftverschmutzung und Antibiotikaresistenzen, mit unserer Situation nicht vergleichbar und würden über die Medien nur Ängste verbreiten. Die Anzahl der an Grippe verstorbenen Menschen war deutlich höher in den letzten Jahren und hat die Politik zu keinem Lockdown bewegt.

 

Die 49-jährige Michaela Königsberger ging zunächst auch auf die WHO und das RKI ein. Deren Prognosen seien ähnlich wie bei der Schweinegrippe von 2009 nicht eingetreten und deren Verantwortlicher war schon damals der Virologe Christian Drosten. Die ersten Versammlungsverbote von Großveranstaltungen und vier Wochen Lockdown waren für Königsberger noch verständlich und tragbar zum Schutz unserer kranken Mitmenschen, unserer Kinder und Senioren. "Vier Wochen haben und hätten wir gut verkraftet", so Königsberger. "Nach nun über drei Monaten sind die unangepassten Maßnahmen, Einschränkungen und Auflagen nicht mehr der Situation angemessen und mit Nichts zu rechfertigen. Unsere komplette Wirtschaft wird an die Wand gefahren,  Unternehmern steht das Wasser bis zum Hals und Familien kämpfen am Existenzminimum", verdeutlicht die Rednerin die Situation. Unser Volk würde absichtlich mit Angst handlungsunfähig gemacht, viele trauen sich die Lockerungen nicht mal anzunehmen und unser Land spaltet sich komplett. Gastronomen, Einzelhändler, die gesamte Veranstaltungsbranche oder auch die Busunternehmer können mit diesen Auflagen nicht mal annähernd deckende Umsätze erzielen. In zwei bis drei Monaten würde es Insolvenzanträge hageln und unendlich viele Familien werden in die Arbeitslosigkeit abstürzen, so analysiert die Königsbrunnerin die derzeitige Lage. Königsberger fordert die Bundes- und Landesregierung auf, sich von der WHO und dem RKI zu distanzieren und aus einem freien und unabhängigen Beraterstab neue Sichtweisen zu bilden.  In ihrem zweiten Vortrag führt Königsberger ihre Forderungen an die Politik weiter aus. Unser Gesundheitssystem muss dringend neu strukturiert werden. Es darf nicht sein, dass es sich sozial schwache Menschen nicht mehr "leisten" können, krank zu sein. Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das nicht von arm und reich und von Natur- oder Schulmedizin unterscheidet. Ebenso ist die Mehrwertsteuersenkung undurchdacht. Man brauche dauerhafte Steuersenkungen für die schwache und mittlere Schicht und massive Steuererhöhungen für Millionäre.

 

Dr. Joachim Hüttemann, praktizierender Arzt, sagt in seiner Rede: „Wir sind Zeugen einer globalen arglistigen Täuschung, die getroffenen Maßnahmen lassen sich nicht durch offizielle Statistiken begründen."

Den Spekulationen seien Tür und Tor geöffnet. In den Medien würde Angst verbreitet. Da wird zum Beispiel aus USA ein Friedhof mit den vielen vermeintlichen Corona-Toten gezeigt. Dieser sei in Wirklichkeit ein New Yorker Obdachlosen-Friedhof auf Hart Island, wo täglich verarmte Verstorbene auf diese unwürdige Art ihre letzte Ruhe finden. Auch die Bilder aus Bergamo entsprächen nicht der Realität. Für Dr. Hüttemann ist es unerklärlich, wie aus dem Infektionsschutzgesetz abgeleitet werden könne, daß nicht nur vermeintlich Infizierte sondern auch nachweislich gesunde Menschen in ihren Häusern mit Bauzäunen eingesperrt und unter Quarantäne gestellt werden können. Das erinnere ihn an unsägliche Zeiten deutscher Vergangenheit.

 

Lars Einsle, der 28-jährige IT-Spezialist aus Augsburg beschreibt in seiner Betrachtung die jetzigen Situation: „Wir bewegen uns in einem Hamsterrad,  in das wir unversehens hineingeraten sind“. Die Gesinnung in der Corona- Krise sei gespalten. „Wer definiert eigentlich die Norm die uns spaltet?“. Alles was wir von Politikern, von den Medien derzeit zu hören bekommen, sei richtig und gut für uns alle. Andere Meinungen, auch die von promovierten Wissenschaftlern, seien unbelegbare Behauptungen. In dieser „Gesinnungsdiktatur“ leben wir in der Corona- Zeit. Aus diesem Hamsterrad, so der Referent, sollten wir ausbrechen und unseren eigenen gesunden Menschenverstand nutzen. „Wir sind eine große Menschheitsfamilie auf unserem Planeten und sollten uns durch nichts und niemand trennen lassen“.

Anja Baumgartl ist die Mutter von Benedikt,  ihr behinderter Sohn, der der 9. Klasse im Fritz-Felsensteinhaus in Königsbrunn angehört. Sie beschreibt mit Tränen in den Augen, die Lage ihres Kindes und den Schmerz, den sie seit drei Monaten erträgt,  ihren Sohn so leiden zu sehen. Ohne fachgerechte Therapien und  geschulte Betreuer, habe er komplett abgebaut. Inzwischen darf er zweimal die Woche in die Einrichtung. Mit ihrer Stimme stehe sie hier für alle behinderten Menschen. Wir können unseren Kindern keine Freude mit einem T-Shirt oder einer Playstation machen. Sondern diese Menschen brauchen ihren Rythmus, ihre Therapien und haben die größte Freude und ihr Glück in ihrer gewohnten Einrichtung. Sie bittet darum, dass für alle behinderten und kranken Menschen endlich die Normalität zurückkehrt.

 

Nach Anfragen von Volker Pajonk an die Zuhörer, kommen sehr viele auch aus Augsburg und den umliegenden Ortschaften. Michaela Königsberger ergänzt: "Bei unseren friedlichen Versammlungen geht es auch um die Sorgen und Nöte der Mitbürger, um unsere Senioren, die vereinsamen, sowie um die Zukunft unserer Kinder und  die Jugend, die komplett ihren Rythmus verloren hat. Durch das wochenlange "Wegsperren", haben sich Aggressionen und Frust bei einigen Menschen aufgebaut. Die schrecklichen Szenen von Stuttgart, die unakzeptablen Angriffe auf unsere Polizei in den letzten Wochen, seien vielleicht daraus entstanden. Königsberger bittet aber auch die kommunalen Politiker mit aufzustehen. In so einer Krise, ist es wichtig, dass wir Zusammenstehen, dass man direkt vor Ort gemeinsam rettet, was noch zu retten ist. Wir haben im März unseren Politikern in der Wahl vor Ort unser Vertrauen geschenkt und gerade jetzt  zeigt sich, wer aus den Rathäusern für seine Bürger und Unternehmer wirklich da ist.  Bisher niemand ! "Auch dafür versammeln wir uns",  so Rene Baldeau und hofft, dass sich viele Unternehmer, Gastronomen, Dienstleister und Familien dazu gesellen und auf ihr Leid und ihre Not mit hinweisen. Es sei dringend Zeit für Veränderung, so der Bobinger.

 

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 


X