Region: Augsburger Land

Naturschützer schlagen Alarm: Quadfahrer und Picknicker schädigen Königsbrunner Heide

Damit die Königsbrunner Heide ihren Artenreichtum entfalten kann, weist die Naturschutzbehörde der Stadt darauf hin, dass es verboten ist, außerhalb der öffentlichen Wege mit Autos oder Fahrrädern zu fahren.

Picknick, grillen, Quad fahren - das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen stellt immer wieder fest, dass Erholungsuchende mit ihrem Verhalten die geschützte Vegetation in der Königsbrunner Heide schädigen. Das könne mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro bestraft werden, wie das Amt nun mitteilt.

Einer der neuen Naturschutzscouts habe vor wenigen Tagen beobachtet, wie ein Quadfahrer rücksichtslos über eine der wertvollsten Naturschutzflächen im gesamten Naturschutzgebiet gerast sei. Aufgrund des Tempos konnte ihn der Scout nicht mehr stellen. „Das Befahren schädigt die empfindlichen Sprosse der besonders geschützten Vegetation auf den Heideflächen und kann bei den seltenen Pflanzenarten zu einem Totalausfall führen. Seit über 20 Jahren werden hier mit dem Landschaftspflegeverband intensive Pflegemaßnahmen durchgeführt. Deren Erfolg wird durch unbedachtes und rücksichtsloses Verhalten Einzelner immer wieder in Frage gestellt“, so Amtsleitern Anette Vedder

Wie sie weiter ausführt, habe die untere Naturschutzbehörde festgestellt, dass sich besagter Vorfall leider in eine längere Reihe von zahlreichen Verstößen im Gebiet einreiht. Bereits mehrfach wurden Erholungssuchende auf den wertvollen Heideflächen beim Lagern, Picknickmachen und Grillen ertappt. „Die Heideflächen sehen im Frühjahr recht unscheinbar aus. Erst einige Wochen später entwickelt sich dort ein wunderschönes artenreiches Blütenmeer. Damit das auch für kommenden Generationen so bleibt, müssen alle auf die Natur Rücksicht nehmen und auf den vorhandenen Wegen bleiben“, appelliert Anette Vedder an das Freizeitverhalten der Besucher.

Die Behörde weist deshalb darauf hin, dass es im gesamten Naturschutzgebiet Stadtwald streng verboten ist, außerhalb der für den öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen und Wege mit Kraftfahrzeugen aller Art zu fahren oder diese abzustellen. Verstöße können mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 500 Euro geahndet werden. Auch Spaziergänger und Radfahrer werden gebeten, sich innerhalb der öffentlich freigegebenen Wege und Verkehrsflächen zu bewegen. Radfahren ist zudem nur auf den dafür ausgewiesenen Wegen erlaubt, das Querfeldeinfahren ist im Naturschutzgebiet Stadtwald für Mountainbiker komplett verboten. (pm)

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