Region: Augsburger Land

Neujahrsempfang in Königsbrunn: Jahresrückblick und Ausblick

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Freie Mitarbeiterin Ute Blauert aus Bobingen
Kurz vor der Ansprache von Bürgermeister Franz Feigl: Die Gäste des Neujahrsempfangs im Foyer des Rathauses.

Viele Gäste füllten das Rathausfoyer beim Neujahrsempfang der Stadt.
Zum traditionellen Neujahrsempfang am Dreikönigstag hatte Bürgermeister Franz Feigl Gäste ins Foyer des Rathauses eingeladen, die beruflich oder ehrenamtlich in besonderer Weise zum Gelingen des Zusammenlebens in der Stadt beitragen, und viele waren der Einladung gefolgt: Geistliche der Kirchen am Ort, Abgeordnete von Bundestag und Landtag, der türkische Generalkonsul in München Mehmet Günay, der Präsident des Verwaltungsgerichts Augsburg Dr. Nikolaus Müller, Simone Bader in Vertretung des Präsidenten des Amtsgerichts Augsburg, Bürgermeister der Nachbargemeinden, Mitarbeiter einiger Behörden in Augsburg, der Stadtverwaltung und von Versorgungsunternehmen, die Leiter der örtlichen Schulen, Stadträte, Kulturpreisträger, viele Ehrenamtliche aus den Vereinen, Vertreter von Feuerwehr, Polizei, Bayerischem Roten Kreuz, Bereitschaftspolizei, der Ärzteschaft und der Gewerbeunternehmen. Ihnen allen wünschten Bürgermeister Franz Feigl, seine Gattin, die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Barbara Jaser und Ursula Jung sowie deren Gatten persönlich ein gutes neues Jahr.
In seiner Ansprache unterstrich Feigl die Notwendigkeit, anderen Menschen nicht nur virtuell, sondern auch real zu begegnen. Denn zum Einen erfahre man im persönlichen Kontakt sehr viel mehr als über Textnachrichten oder Ferngespräche, da man auch Körpersprache, Gestik, Mimik lesen könne. Zum Anderen bringe der pausenlose virtuelle Kontakt ganz neue Probleme mit sich: „Worüber unterhält man sich nach einem Erlebnis wie etwa einer Reise, wenn man alle Bekannten tagtäglich schon fortlaufend informiert hat?“ Ein weiteres Problem des digitalen Zeitalters: „Was für ein Weltbild wird entwickelt, wenn man sich nie unterschiedlichen Meinungen aussetzt, wie man das bei der Lektüre von Zeitungen tut, sondern sich im Internet auf einschlägigen Seiten die eigene Meinung immer wieder bestätigen lässt?“ Hinzu komme, so Feigl: „Die meisten Glücksmomente im Leben erleben wir mit anderen Menschen zusammen.“ Reale menschliche Begegnungen benötigen geeignete Räume, von der Sporthalle bis zur Sitzbank im Freien. „Solche Räume zu schaffen, instand zu halten und an sich ändernde Bedürfnisse anzupassen, ist Aufgabe der Kommunen. Es ist eine Mammutaufgabe,“ so Feigl. In seinem Jahresrückblick berichtete er davon, was im vergangenen Jahr zur Bewältigung dieser Mammutaufgabe getan wurde. Die Sanierung von Schulen, die Umbauplanung der Bürgemeister-Wohlfahrth-Straße, die Verlängerung der Tram 3 nach Königsbrunn – dies und vieles mehr habe dafür gesorgt, dass 2019 das sitzungsreichste Jahr in der Geschichte des Königsbrunner Stadtrats war. Er dankte allen Stadträten für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz.
Die Redner der Grußworte nutzten die Gelegenheit, einige ihrer vordringlichen Anliegen für das nächste Jahr vorzustellen. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Volker Ulrich (CSU) nannte den Schutz der Menschenwürde im Internet. Für die Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr (SPD) steht das Ziel, Deutschland zum familienfreundlichsten Land der Welt zu machen, ganz oben. Die Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales Carolina Trautner (CSU) hält die Aufgabe, Bayern zukunftsfähig zu machen durch Forschung im High-Tech-Bereich und Digitalisierung, für besonders wichtig. Stellvertretender Landrat Heinz Liebert (CSU) sieht die Region insbesondere vor der Aufgabe, die 6000 zusätzlichen Mitarbeiter, 1500 Studenten und 100 Professoren des Klinikums Augsburg, das 2019 in eine Uniklinik umgewandelt wurde, unterzubringen. Bei einem anschließenden Umtrunk mit Imbiss wurde über diese und andere Themen geplaudert.

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