Region: Augsburger Land

So gut wird die Linie 3 angenommen

Profilbild vonFreie Mitarbeiterin Ute Blauert aus Bobingen
Die Straßenbahnlinie 3 verbindet nun das Königsbrunner Zentrum mit dem Augsburger Hauptbahnhof.

Zu den üblichen Stoßzeiten können oft keine Corona-Abstände eingehalten werden.

Die Verlängerung der Strecke der Tram 3 war von vielen Menschen in Königsbrunn sehnsüchtig erwartet worden und sie nutzten die neue Verbindung vom ersten Tag an. Genaue Nutzerzahlen liegen den Stadtwerken Augsburg (swa) noch nicht vor. Auf Nachfrage äußerte Jürgen Fergg, der Pressesprecher der swa, die Annahme, dass die Wagen durchschnittlich zu einem Drittel besetzt seien. Wer jedoch morgens gegen acht Uhr im Königsbrunner Zentrum in die Tram steigt, wird an manchen Tagen Mühe haben, einen Sitzplatz zu finden. An den weiteren Haltestellen ist die Suche aussichtslos, von Corona-Abständen kann keine Rede sein. Auch bei einer Rückfahrt nachmittags gegen fünf Uhr ist es schon vorgekommen, dass nach dem Bahnhof Haunstetter Straße bis zum Königsbrunner Zentrum die Waggontüren nicht mehr geöffnet wurden, weil niemand aussteigen wollte und niemand zusteigen konnte, da die Fahrgäste bereits dicht gedrängt in den Waggons standen. „Unvorhergesehene Engpässe können entstehen, wenn am Hauptbahnhof oder am Bahnhof Haunstetter Straße mehrere Nahverkehrszüge wegen Verspätungen gleichzeitig ankommen und deshalb mehr Fahrgäste umsteigen als sonst üblich. Die Fahrgäste sollten dann eben auf die nächste Tram warten“, so Jürgen Fergg.

An der Linie 3 liegen in Augsburg Berufs-, Wirtschafts-, Berufsober-, Fachober- und Technikerschule sowie Universität und Fachhochschule. „Leider beginnen alle weiterführenden Schulen an dieser Strecke und auch die Uni morgens um acht Uhr mit Unterricht oder Vorlesung“, so Fergg über das Problem der ungleichmäßigen Auslastung. Um Abhilfe zu schaffen, werden zwischen dem Hauptbahnhof und dem Innovationspark morgens zwischen sieben und etwa halb neun Uhr zusätzlich zu den Bahnen, die im 7,5-Minuten-Takt fahren, noch fünf weitere Fahrzeuge eingesetzt, so dass sich der Takt auf drei bis vier Minuten verkürzt. Diese Straßenbahnen wenden an der Stadion-Wendeschleife. „Auch mittags nach 13 Uhr sind nochmals Verstärkerfahrzeuge unterwegs, wenn die Schulen aus haben“, so Fergg. Allerdings bringen diese Bahnen keine Verbesserung für südlicher wohnende Fahrgäste. Nach gegenwärtigem Stand soll es zwischen dem Innovationspark und Königsbrunn keine Entlastung geben. Bisher hat auch noch niemand vorgeschlagen, den Unterricht in der einen oder anderen Schule später beginnen zu lassen.

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