Region: Augsburger Land

Fördergelder für die Sanierung der Eishalle beantragt

von Freier Mitarbeiter Ute Blauert aus Bobingen
Muss dringend saniert werden: die Königsbrunner Eishalle.

Ein Förderprogramm des Bundes könnte die Generalsanierung der Eisarena ermöglichen.

Die Königsbrunner Eishalle wurde 1984 gebaut. Nun muss sie saniert werden. Der Brandschutz entspricht nicht den aktuell gültigen Bestimmungen, deshalb hat die Eishalle momentan nur noch eine befristete Genehmigung für den Betrieb. Fällig wäre eigentlich auch eine Sanierung der Fassade, denn auf der Seite, auf der die Eishalle mit der Königstherme verbunden war, gibt es keine echte Fassade, sondern eine frühere Innenwand ist hier zur Außenwand geworden. Wünschenswert wäre auch eine Sanierung und Verstärkung der rund 2000 Quadratmeter großen Dachfläche. „Ein Dach mit höherer Tragfähigkeit wäre zum Einen beruhigend, wenn es einmal sehr viel Schnee geben sollte, zum Anderen würde dadurch die Montage einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach möglich, was bisher aus statischen Gründen ausgeschlossen ist“, sagte Bürgermeister Franz Feigl in einem Gespräch zum Thema. Zudem wäre die Erneuerung der technischen Installationen, also Lüftung, Heizung, Elektrik und Eistechnik, äußerst sinnvoll. Eine Generalsanierung mit allen genannten Maßnahmen verspricht eine Energieeinsparung von bis zu 70 Prozent.

Eine solch umfassende Sanierung würde allerdings Kosten in Höhe von über 9 Millionen Euro verursachen. Das ist für die Stadt zurzeit kaum machbar. Hier kommt nun ein Förderprogramm des Bundes mit dem Titel „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ ins Spiel. Wer in dieses Programm aufgenommen wird, erhält 45 Prozent der Sanierungskosten vom Bund. Berücksichtigt werden Maßnahmen, die bis 2025 abgeschlossen werden können. Das wäre bei der Eishalle der Fall. In seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtrat beschlossen, dass die Stadt sich um diese Förderung bewirbt und bei einer Zusage die Generalsanierung von 2021 bis 2025 durchführt. Bei einer Absage würde zunächst nur die brandschutztechnische Sanierung angegangen.

Der Stadtrat hat noch eine zweite Bewerbung für dasselbe Förderprogramm beschlossen. Die Willi-Oppenländer-Halle ist noch ein Jahr älter als die Eishalle. Hier müssten die Lüftungsanlage und die Heizung erneuert werden. Da eine Fußbodenheizung eingebaut werden soll, wird in der Folge auch ein neuer Fußboden gebraucht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Auch hier könnte der Energiebedarf entscheidend gesenkt werden, denn die jetzige Lüftung arbeitet ohne Wärmerückgewinnung.

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