Region: Augsburger Land

Stadt Königsbrunn unterstützt Klimaschutzziele von Bund und Freistaat

von Freier Mitarbeiter Ute Blauert aus Bobingen
Die Zukunft der Energieerzeugung in Königsbrunn: Solaranlagen.

Der Stadtrat Königsbrunn hat ein „Energieleitbild“ verabschiedet. Nun sind er und die Verwaltung zur Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen verpflichtet.

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Stadtrat zu später Stunde ein kommunales „Energieleitbild“ einstimmig beschlossen. In einer Präambel wird auf die Klimavereinbarungen der UN, der Bundesrepublik, des Freistaats und des Landkreises hingewiesen. Im Energieleitbild ist festgehalten, dass die Stadt „mit allen Energieträgern schonend und nachhaltig“ umgehen will. Das Einsparen von Heiz- und elektrischer Energie soll also hohe Bedeutung bekommen. Zudem sollen fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas ersetzt werden durch „erneuerbare und heimische“ Energieträger. Dazu zählt man Sonne, Wind, Erdwärme, Holz und andere in der Region wachsende Pflanzen. Ein weiteres Ziel ist die „Bewahrung der natürlichen Ressourcen besonders in den Bereichen Klima, Boden, Wasser, Luft, Artenvielfalt sowie der Gewährleistung der urbanen und kulturellen Qualität“.

In einzelnen Unterpunkten verpflichtet sich die Stadt, die „Energieeffizienz“ bei der weiteren Stadtplanung besonders zu berücksichtigen und „Sanierungsanreize“ zu geben, damit die Stadt „bis zum Jahr 2050 klimaneutral“ sein wird. In 30 Jahren sollen also keine Treibhausgase mehr freigesetzt werden. Gleichzeitig will die Stadt „die regionale Wirtschaft sowie das lokale Gewerbe stärken und damit neue Arbeitsplätze schaffen“. Beim Neubau und bei der Sanierung von städtischen Gebäuden soll „großer Wert auf die Klimabilanz der Objekte gelegt“ werden. In der Klimabilanz eines Gebäudes wird berechnet, wie viel Treibhausgase erzeugt werden bei der Herstellung der Baustoffe, dem Bau, dem Unterhalt während der gesamten Lebensdauer und der Entsorgung oder dem Rückbau des Gebäudes. Bei der kommunalen Ver- und Entsorgung heißt das Ziel „hohe Energieeffizienz“ sowie „vermehrte Nutzung von erneuerbaren Energien“. Die Verkehrsplanung soll in Richtung „CO2-freier Mobilität“ lenken. Hier muss das Fahrrad ganz oben stehen. Alle Maßnahmen sollen der Öffentlichkeit bekannt gemacht und „eine aktive Beteiligung der Bürger“ angestrebt werden.

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