Region: Günzburg|Krumbach

Krumbach: Polizei schießt auf 63-Jährigen

Der Einsatz der Dienstwaffe wird nun von Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt geprüft.

Bei einer Personenkontrolle am ersten April ist ein 63 Jahre alter Mann in Krumbach von Polizisten angeschossen worden. Der Mann wurde dadurch schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Die Ermittlungen zum Schusswaffengebrauch führen nun die Staatsanwaltschaft Memmingen und das Bayerische Landeskriminalamt.

Weil der Mann ein fremdes Grundstück trotz Aufforderung nicht verlassen wollte, sollte ein 63-Jähriger kurz nach 13 Uhr von der Polizei kontrolliert werden. Der Mann habe sich den Beamten gegenüber von Anfang an unkooperativ verhalten. Als sie ihn aufforderten, das Grundstück zu verlassen, sei er zunehmend aggressiver geworden und habe die Streifenbesatzung bedroht. Dann sei er, so der Bericht der Polizei, auf die Beamten mit einem spitzen Gegenstand in der Hand zugestürmt.

"Nachdem der Einsatz von Pfefferspray und ein Warnschuss keine Wirkung zeigten, gab ein Beamter mehrere Schüsse in Richtung des 63-Jährigen ab. Erst danach konnte der Mann überwältigt werden.", beschreibt die Polizei die entscheidenden Momente des Einsatzes. Der 63-Jährige sei durch die Schussabgabe getroffen und schwer, aber nicht lebensgefährlich, verletzt worden. Er musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die beiden am Einsatz beteiligten Polizeibeamten blieben unverletzt.

Vor Ort wurden die Ermittlungen zunächst von der Memminger Kriminalpolizei übernommen. Nähere Hintergründe zur Tat, insbesondere das Verhalten des Mannes, seien derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Staatsanwaltschaft Memmingen und das Bayerische Landeskriminalamt prüfen nun den Schusswaffengebrauch. (pm)

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