Region: Günzburg|Krumbach

Neue Quartiersmanagerin in Krumbach

Freier Mitarbeiter Marc Hettich
Die neue Krumbacher Quartiersmanagerin Aischa Yurt (links) mit ihrer Vorgängerin Birgit Baumann (rechts).

Die 25-jährige Aischa Yurt übernimmt die Stelle der Quartiersmanagerin Birgit Baumann in deren Babypause.

Die Krumbacher Quartiersmanagerin Birgit Baumann geht in ihre zweite Babypause. Vertreten wird sie diesmal von der 25-jährigen Aischa Yurt.

STAZ: Was gehört zu Ihren Aufgaben als Quartiersmanagerin?

Aischa Yurt: Im Mittelpunkt steht, Menschen auch über die Grenzen ihrer Communities zusammenzubringen. Es geht darum, in Zusammenarbeit mit den städtischen Behörden bei der baulichen Entwicklung der Stadt soziale Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Dazu ist es natürlich sehr wichtig, mit Bürgern, sozialen Einrichtungen und der Stadtverwaltung zu sprechen. Das Bürgerhaus, in dem ich meinen Arbeitsplatz habe, ist dafür natürlich eine gute Basis, weil hier viele Unterstützungsangebote stattfinden. Wir sind sozusagen ein Bindeglied zwischen Stadt und Bürger.

STAZ: Was haben Sie gemacht, bevor Sie Ihre Stelle als Quartiersmanagerin in Krumbach angetreten haben?

Aischa Yurt: Ich bin in Krumbach geboren und aufgewachsen. Nach meinem Abitur am Simpert-Krämer-Gymnasium habe ich zunächst in München eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin angefangen. Aber die Aussicht, als Assistentin einem Chef zuzuarbeiten, hat mir nicht gefallen. Ich ziehe vor, selbst kreativ zu sein. Ich habe mich dann für ein Studium der Gesundheitswissenschaften entschieden. Inzwischen lebe ich mit meinem Mann und meinen beiden Kindern in Thannhausen.

STAZ: Wie helfen Ihnen Ihre Qualifikationen bei den kommenden Aufgaben?

Aischa Yurt: Ich liebe es, Sprachen zu lernen. Neben Deutsch und Urdu, das mir mein Vater beigebracht hat, spreche ich Italienisch, Türkisch und Englisch. Zur Zeit bin dabei, Arabisch zu lernen. Mein Vater ist in Pakistan geboren, meine Mutter in Krumbach. Ich glaube, dass ich so einen einfacheren Zugang zu Bürgern mit Migrationshintergrund habe. Zusammen mit meiner Schwester habe ich auch in der Vergangenheit schon den Kontakt zu Asylbewerbern gesucht. Mein medizinisches Wissen aus dem Studium könnte dabei helfen, Menschen über das Corona-Virus aufzuklären. Viele Leute nehmen das nicht wirklich ernst.

STAZ: Was haben Sie in Krumbach konkret geplant?

Aischa Yurt: Wir planen, im Sommer wieder eine Spielstraße durchzuführen - falls erforderlich, natürlich mit entsprechenden Hygiene-Maßnahmen. Die bewährten digitalen Schnitzeljagden 'Actionbounds' würde ich gerne wiederholen, sofern der Lockdown anhält. Sehr schön fände ich auch ein Sprachcafé. Meine Vorgängerin Birgit Baumann und Jugendpflegerin Melissa Niedermair haben viele tolle Projekte ins Leben gerufen, die ich gerne weiterführen möchte. Schon während meines Studiums habe ich von meiner Mutter, die eifrig Zeitung liest, von Aktionen wie dem Schneemannwettbewerb oder der Gemüsewiese gehört. Sowas kenne ich aus meiner eigenen Kindheit nicht. Grade weil ich selber Mama bin, finde ich toll, wenn Familien in der Stadt etwas erleben können, statt nur auf dem Sofa zu sitzen.

STAZ: Worauf freuen Sie sich in ihrem neuen Job?

Aischa Yurt: Ich freue mich auf die enge Zusammenarbeit mit Jugendpflegerin Melissa Niedermair und den Kolleginnen im Bürgerhaus. Die gute Arbeit von Birgit Baumann fortzuführen, ist eine Aufgabe, vor der ich Respekt habe, aber ich nehme die Herausforderung gerne an.

Das Interview führte Marc Hettich.

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