Region: Günzburg|Krumbach

In Krumbach stehen die Kandidaten Rede und Antwort

Lokal-Forum-Vorstand Marc Hettich zieht Fragesteller aus dem Publikum aus den Kandidatenboxen. Wer Glück hat, kann diekt auf der Bühne mit dem jeweiligen Bundestagskandidaten diskutieren. Erprobt wurde dieses Format bereits beim Landratsslam 2020.

Bürger können am Mittwoch, 16. September, direkt mit den Kandidaten für die Bundestagswahl diskutieren.

„Die Zuschauer können mit etwas Glück direkt auf der Bühne mit den Kandidaten der Bundestagswahl diskutieren“, erläutert Marc Hettich, Vorstand des Vereins Lokal-Forum. Der Verein organisiert in Krumbach für Donnerstag, 16. September, 19 Uhr, in der Aula der FOS-BOS Krumbach eine Podiumsdebatte zur Bundestagswahl. Das passt gut zu den Zielen des Vereines, der sich vorgenommen hat, Meinungsaustausch und politische Bildung im Landkreis Günzburg voranzutreiben.

Das Format hatte bereits Gelegenheit, sich zu bewähren: „Zur Kommunalwahl 2021 haben wir einen Landratsslam veranstaltet“, erinnert sich der Vorsitzende des gemeinnützigen Vereines. Vor jedem der vier Kandidaten stand eine Box, in die die Zuschauer Fragen einwerfen konnten. Moderator Marc Hettich zog aus jeder Box einen Zettel. Der jeweilige Fragesteller durfte dann auf der Bühne seine Frage zehn Minuten lang mit dem Kandidaten diskutieren. „Das kam sehr gut an“, freut sich der Initiator. Das mag daran liegen, dass es bei der Veranstaltung auch durchaus kontrovers zuging und in der Sache hart gestritten wurde. „Alles in allem blieb die Debatte aber respektvoll.“

Diesem Anspruch möchte der Verein nun auch mit einer ähnlichen Veranstaltung am Donnerstag, 16. September, in Krumbach gerecht werden. „Das bewährte Komm-auf-die-Bühne-Element wird exakt so auch mit den Bundestagskandidaten wiederholt“, verrät Hettich. Was für weitere Gesprächsvarianten im Rahmen des Bundestagsslams auf die Kandidaten wartet, möchte das Lokal-Forum noch nicht verraten. „Wichtig ist uns, auch kleineren Parteien, die sonst in der Berichterstattung gerne mal hinten runterfallen, eine Bühne zu bieten“, erklärt der 43-Jährige, denn „es schadet nie, auch andere Perspektiven auf ein Thema kennenzulernen.“ Darum wolle man sich auf Inhalte und Ideen der Politiker konzentrieren. Aber „Lieblingsessen und bevorzugter Fußballverein helfen bei der Wahlentscheidung nicht weiter“, meint der Moderator.

Die Umsetzung dürfte eine Herausforderung darstellen: Dreizehn Kandidaten bewerben sich um das Direktmandat im Wahlkreis Neu-Ulm, zu dem auch der Landkreis Günzburg und Teile des Unterallgäus gehören. Aber nicht nur die große Anzahl der Kandidaten, sondern auch die Corona-Lage machen die Organisation der Veranstaltung schwierig. Lange Zeit war unklar, ob sich die Veranstaltung in Präsenz durchführen lässt, was letztlich zu einer sehr kurzfristigen Planung führte. „Natürlich halten wir uns an die gültigen Regeln“, erklärt der Vorsitzende. Es gilt die 3G-Regelung: Zutritt haben geimpfte, genesene und getestete Gäste. „Die Überprüfung am Eingang erfordert natürlich mehr Manpower.“ Mit der Aula der Krumbacher FOS-BOS steht ein geeigneter Raum zur Verfügung. „Die Aula ist groß genug, um Abstände einzuhalten“, so Hettich.

Es gibt also genug Platz für alle, die noch unentschlossen sind, bei welchem Direktkandidaten sie bei der Bundestagswahl ihr Kreuz machen wollen. „Demokratie macht Spaß“, steht auf einer Lokal-Forum-Postkarte. „Das möchten wir mit unseren Veranstaltungen und Publikationen vermitteln“, erläutert der Krumbacher. „Wählen ist keine lästige Pflicht, sondern ein Privileg.“ (oh/red)

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